|
Brockes, Ferdinand (* Orle / Pommerellen 10. Juli 1867 † 3. Apr. 1927 Oschersleben an der Bode / Börde )
Die Apostelgeschichte des Lukas
Umschrieben und erläutert
Mit 21 Vollbildern und 5 großen Textabbildungen von Sigmund von Sallwürk
und einem Vorwort von Otto Borchert
Halle a / d Saale: Im Heimat = Verlag für Schule und Haus. o. J. (1925 / 26)
Wortstimme:
Dies Wort ist die Friedensbotschaft, die Jesus, der Messias,
verkündet hat. E s i s t d i e g r ö ß t e M a c h t a u f E r d e n.
Ihr wißt um die Geschichte, die sich durch das ganze jüdische Land hin
zugetragen hat, die da anfing in Galiläa nach der Taufe,
die Johannes predigte. Ihr habt gehört von Jesus aus Nazareth,
wie Gott ihn mit heiligem Geist und Kraft gesalbt hat;
ihr wißt, wie er umherzog und dabei wohltat und alle, die vom Teufel
vergewaltigt waren, gesundmachte, weil Gott mit ihm war.
Und wir sind Zeugen von allem, was er im jüdischen Lande
und in Jerusalem getan. Den haben sie getötet, indem sie ihn
ans Holz des Kreuzes hängten. Gott aber hat ihn am dritten Tage
auferweckt und hat ihn sichtbar werden lassen.
(Petrus- Rede in Kap. 10)
Zum Buch:
Das mit 26 Federzeichnungen des hallischen Bürgers Ernst Sigmund von Sallwürk ( 1874 - 1944) bewehrte kartonierte Buch in Quarto - Format leitet Otto Borchert in seinem zweiseitigen Vorwort unter anderem mit folgenden Worten ein: Eine in neuzeitlichem Deutsch und modernem Druck (=Fraktur) leicht lesbare und ansprechende Übertragung. ... Eine fortlaufende Umschreibung des Textes. Mit breiteren Worten wird hier das Lukas Wort wiedergegeben, damit sein kürzeres Wort verständlicher werde.
Der Übersetzer, Ferdinand Brockes, schrieb in seiner Vorbemerkung, datiert in Oschersleben (preußische Provinz Sachsen), am 27. August 1925 u. a folgendes:
Ein kurzes Wort über den dieser Ausgabe zugrundeliegenden griechischen Text der Apostelgeschichte. Es ist neuerdings glaubhaft nachgewiesen, daß Lukas zwei Ausgaben seines Buches herausgegeben hat; eine ältere ausführlichere, die nur für seinen Freund Theophilus bestimmt war und eine gekürzte spätere, die mehr für den Gebrauch der Gemeinden gedacht war. Den alten handschriftlichen Bibelausgaben liegt bald die ältere, bald die jüngere Ausgabe zu Grunde. Erst allmählich ist die ältere durch die gekürzte jüngere Ausgabe verdrängt worden, die uns aus unserern Bibeln beknnt ist.
Prof. D. Zahn in Erlangen hat nun in seinem Kommentar zur Apostelgeschichte zum ersten Mal den Versuch gemacht, mit annähernder Vollständigkeit nachzuweisen,welchen Gewinn das inhaltliche Verständnis und die literische Würdigung unserer Apostelgeschichte aus der Urausgabe des Lukas zu ziehen hat. Da diese Ausgabe gerade für die Auslegung und das Verständnis der Zusammenhänge von großem Werte ist, habe ich sie, soweit sie bekannt ist, nach Zahns Kommentar zur Apostelgeschichte (Erlangen 1922), dem ich auch für die Auslegung viel verdanke, der vorstehenden Arbeit zu Grunde gelegt.
Zur leichteren Auffindung bestimmter Texte sind den Überschriften Kapitel- und , teilweise, Versangaben zugeordnet. Hin und wieder sind in den Fußnoten Anmerkungen beigegeben, die etwa geschichtliche Aussagen zum Text verdeutlichen; aber es finden sich auch wenige Angaben zum griechischen Text sowie Hinweise zur hebräischen Bibel. Insgesamt hat das fadengeheftete Buch 136 Seiten.
Zu den Personen:
Ferdinand Brockes...................
|