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Cassel, Paulus PDF Drucken
Mittwoch, den 03. Dezember 2008 um 07:22 Uhr
 
Cassel, Paulus Stephanus Selig (* Glogau/ Schlesien  5. Adar I  5581 / 7. Feb. 1821
                                                        †  4. Tewet 5653 / 23. Dez. 1892  Friedenau b. Berlin) Prof. D. (theol) Lic
  Das Buch Esther
Ein Beitrag zur Geschichte des Morgenlandes
Aus dem Hebräischen übersetzt, historisch und theologisch erläutert (hebr. / dt.)
Im Anhang: Die Übersetzung des zweiten Targum. Aus dem Aramäischen übersetzt.
Berlin: Verlag des Bibliographischen Bureaus 1891.


Wortstimme:
"Da sprach Haman zum Achaschwerosch:
Da ist ein Volk, zerstreut und versprengt unter die Völker,
deren Gesetze andere sind, als die jeglichen Volkes;
aber die Gebote des Königs erfüllen sie nicht.
Und der Nutzen für den König, indem er sie ruhig lässt,
kommt nicht gleich (dem, wenn er sie entfernt.)
Wenn es dem Könige gefällt, werde ausgeschrieben,
sie zu vernichten."
(Haman in 3:8)
 
Zum Buch:
Im Vorwort, das Cassel 1878 in Berlin schrieb, drückt er seinen langehegten Wunsch nach einer Fortsetzung der Commentare zu den Büchern Richter und Ruth aus, die er innerhalb des Lange'schen Bibelwerkes (siehe unten) verfaßte. Über 300 Seiten in 8°- Format und Antiquadruck beinhalten eine versweise Übersetzung des Estherbuches. Daran folgt ein "Erläuternder Commentar", der zum hebräischen Urtext die Übersetzung noch einmal bringt. Rabbinische Autoritäten, talmudische Notizen, innerbiblische Parallelen sowie zeitgenössische Begebenheiten fließen in die Erläuterungen ein. Weiterhin bringt Cassel im Anhang eine Übersetzung des sog. Zweiten Targums, d. i. das "Targum scheni" (zum Buch Esther), eine Art Midrasch aus dem 12. Jahrhundert, also eine erklärende Üs. des Bibeltextes ins Aramäische. Soweit zu ersehen, sind "Ausflüge" ins Neutestamentliche nicht unternommen, ob mit Rücksicht auf das jüdische Leserpublikum oder aus rein wissenschaftlichen Erwägungen, sei dahingestellt.
Zu einer Widmung an P. S. Cassel siehe auch Johannes > Bachmann !
 

Das Buch der Richter und Ruth
Theologisch- homiletisch bearbeitet
Bielefeld: Verlag von Velhagen und Klasing 1865
 
Reihe: Theologisch= homiletisches Bibelwerk.
Die Heilige Schrift Alten und Neuen Testaments
bearbeitet und herausgegeben von J. P. Lange
5. Theil
 
Wortstimme:
"Und es sang Debora mit Barak, Sohn Abinoam, an diesem Tage wie folgt!
Um daß in Israel wild wallte das Haupthaar
in des Vokes Weihe! -- Preiset Gott!
Höret Könige, vernehmet Große!
Ich für Gott, ich will ihm singen,
Saiten spielen will ich Gott, dem Herrn Israels!
Gott! bei deinem Zuge von Seir,
Beim Gange aus Edoms Gauen
Bebte die Erde, und die Himmel troffen,
Es troffen die Wolken von Wasser.
Berge bangten vor Gott,
So der Sinai, vor Gott, dem Herrn Israels."
(Debora in Richter 5)
 
Zum Buch:
Obschon dieser Kommentar kein rein wissenschaftlicher sein will, ist die Kenntnis der griechischen und vor allem hebräischen Sprache zum vollen Genuß vonnöten. Cassel überschreibt seinen Kommentar: "Exegetische und theologische Erläuterungen". Im Gegensatz zum einspältig und fortlaufend gesetzten Bibeltext ist der Commentar zweispaltig gedruckt; alle Texte übrigens in Bruchschrift.
 
Ein weiterer Band dieser (gr. 8°)- Reihe findet sich unter Fey: Buch Josua
 
 
 
 
Zur Person:
Paulus Stephanus Cassel, eigentlich Selig Cassel, war jüdischer Herkunft. 1855 ließ er sich in Bußleben b Erfurt evangelisch taufen. Er hatte evangelische Theologie studiert, war Bibel- und Targumforscher und promovierter D. (theol). Er war der Bruder von David Cassel, der die Apokryphen zur Zunz-Bibel übersetzte. 
 

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