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Einheitsübersetzung / Ökumenische Üs. PDF Drucken
Mittwoch, den 03. Dezember 2008 um 06:59 Uhr

 Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift / Ökumenische Übersetzung der Bibel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Landung der ersten Menschen auf dem Erdtrabanten 1969 veranlaßte die U.S. amerikanische Post, die ersten Worte der Genesis
auf einer Briemarke abzudrucken,
etwa zeitgleich mit dem Erscheinen des Genesis- Heftes.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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     Leuchter mit dem
      Logosprolog Joh. 1
 Köln, Hl. Kreuz- Kirche
 Schrifttext: Endfassung 1979

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Knoch, Otto Bernhard     (* Sindelfingen / Württ. 7. Jan. 1926 † 17. Nov. 1993 Beutelsbach / Württ.  Priester, Prälat Prof. Dr. theol.
 
 
 
"Herr, tröste mein Gemüte!

 Dem Martin Luther wäre dieses brave, nach der sprachgesellschaftlichen Frisur höchst korrekte Ding gewiß zu fad gewesen; ihm hätt" es kaum geschmacket" Und was hätte erst das Hebräische zu dieser „sprachlichen Meisterleistung", das heißt Leistung deutscher Sprachmeister, made in Germany, zu sagen? Wörter, Bilder wandeln weinend umher, vergeblich im Deutschen sich suchend; und es singt nicht, es schreit nicht, und es schreitet nicht rhythmisch einher. Und das ist das Elend, das ich an dieser Arbeit, die keineswegs schlecht ist, beklage. Zieh heimwärts, Engel! In teutschen Sprachlanden gibt es teamweise tüchtige Bibel - und Deutschexperten, die nur darauf warten, dir die Flügel zu stutzen und es gibt sprachlahme Leute in Massen. Tröste mein Gemüt!"

Fridolin Stier über die ökumenische Psalmenübersetzung in: "Vielleicht ist irgendwo Tag" .
(siehe Bibliographie)

 

Vorgeschichte:

Anders als in der evangelischen Kirche hat es im römisch-katholischen Bereich bis zum Erscheinen der im Folgenden beschriebenen Heiligen Schrift keine Bibel gegeben, die in amtlichem Auftrag angefertigt worden wäre. Alle bis dahin erschienenen Textausgaben konnten daher im Gottesdienst benutzt werden. Hauptsächlich waren das die Werke von >Allioli, >Arndt und >Hamp/ Stenzel/ Kürzinger, was die Gesamtausgaben betraf. Während der Zeit des Zweiten Vatikanums wurde durch den Beschluß »Dogmatische Konstitution über die Göttliche Offenbarung« der Wunsch nach einem einheitlichen Text, der in allen deutschsprachigen Diözesen und in allen Gottesdiensten der katholischen Kirche benutzt werden könnte, kronkretisiert. Überdies trug er dem Wunsch Rechnung, eine Übersetzung gemeinsam mit den „getrennten Brüdern" zuzulassen. Mitte des Jahres 1968 wurde dieses Dokument bekanntgegeben. Darin ist unter anderem festgelegt, daß protestantische und katholische Bibelwissenschaftler für das NT aus den kritischen Ausgaben das griechischen Urtextes eine Übersetzung anfertigen sollten. Wörtlich heißt es: "Eine gemeinsame Übersetzung für Katholiken und Protestanten sollte eine Sprachebene anstreben, durch die die Sprache verständlich und zum Vorlesen in der Öffentichkeit geeignet ist. Sie muß Menschen innerhalb und außerhalb der Kirche etwas sagen. Sie muß die gesprochene Sprache spiegeln, aber auch durch Würde der Bedeutung der Botschaft entsprechen."
Lange vor der Veröffentlichung der Konstitution, nämlich bereits 1962, waren zwei Arbeitsgruppen ins Leben gerufen worden, je für das Alte und Neue Testament, in denen Fachtheologen und Germanisten aus den Deutschland, Österreich und der Schweiz mit den Vorbereitungen für die Üs- Arbeit beginnen sollen. Folgende Namen sind erwähnenswert: Dr. Knoch (Stuttgart), die Professoren Michl (Freiburg), Schmid (München), Bläser (Paderborn), und Hamp (München). Unter den Germanisten sind zu erwähnen: die Prof. Henz (Wien), W. Jens samt seinem Germanistischen Seminar (Tübingen), F. Stier (Tübingen) sowe H. Böll (Köln) und Ch. Reinig (München).
Die evangelische Kirche in Deutschland war seit 1967 bereit, in einer gemeinsamen Kommission die altkirchlichen Sonn- und Feiertags- perikopen, das Gebet des Herrn, die Loblieder des Neuen Bundes, das Matthäusevangelium, den Römer- und Galaterbrief sowie die Psalmen zu erarbeiten. Im Jahre 1971 erschien somit, ökumenisch verantwortet, der Psalter und ein Jahr später die vorläufige Ausgabe des NT.
Bereits ab 1969 waren Teile des AT erschienen, die innerhalb des Gottesdienstes und im persönlichen Gebrauch erprobt werden sollten.
Die Einheitübersetzung wurde im Auftrag der Bischöfe Deutschlands, Österreichs, der Schweiz, der Bischöfe von Luxemburg und Lüttich von der Katholischen Bibelanstalt in Stuttgart herausgegeben.

Zur Art der Übersetzung wird später weiter unten noch etwas zu sagen sein.
 
Die nun folgende Auflistung erzählt die Herausgabefolge der einzelnen Bücher der Probe- Übersetzung sowie der Gesamtausgaben der Endfassung:
 

EINHEITSÜBERSETZUNG DER HEILIGEN SCHRIFT
Das Evangelium nach Johannes - Die Briefe des Johannes
herausgegeben von den  Bischöfen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz

Stuttgart: im Verlag Katholisches Bibelwerk 1969

Wortstimme:
"Im Anfang war das Wort,
und das Wort war bei Gott,
und das Wort war Gott.
Im Anfang war es bei Gott.
Durch das Wort ist alles geworden,
und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.
In ihm war das Leben,
und das Leben war das Licht der Menschen.
Und das Licht leuchtet in der Finsternis,
und die Finsternis hat es nicht ergriffen."
(Johannes Prolog 1:1-5)
 
Die Apostelgeschichte
wie oben
Stuttgart: 1969

Wortstimme:
"Da begann Petrus zu reden und sagte: Wahrhaftig, jetzt begreife ich,
daß Gott nicht auf die Person sieht, sondern daß ihm in jedem Volk willkommen ist,
wer ihn fürchtet und Gerechtigkeit übt. Er hat das Wort zu den Söhnen Israels gesandt,
indem er Frieden verkündete durch Jesus Christus;
dieser ist der Herr aller. Ihr wißt, was im ganzen Judenland geschehen ist,
angefangen in Galiläa, nach der Taufe, die Johannes verkündet hat:
Wie Gott Jesus von Nazareth gesalbt hat mit heiligem Geist und Kraft,
wie dieser umherzog, Gutes tat und alle heilte, die vom Teufel geknechtet waren;
den Gott war mit ihm."
(Apg. 10: 34-37)


Die Briefe an Timotheus und Titus - Der Brief an die Hebräer
wie oben
Stuttgart: 1969

Wortstimme:
"Viele Male und auf vielerlei Weise hat Gott einst zu den Vätern gesprochen
durch die Propheten; in dieser Endzeit aber hat er zu uns gesprochen durch den Sohn,
den er zum Erben des Alls eingesetzt, durch den er auch die Welt erschaffen hat;
er ist Abglanz seiner Herrlichkeit und Abbild seines Wesens;
er trägt das All durch sein machtvolles Wort, hat Reinigung von den Sünden bewirkt
und sich dann zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt.
Er ist um so viel erhabener geworden als die Engel, wie der name,
den er geerbt hat, den ihren überragt."
(Hebr. 1:1-4)

 
Die Briefe des Jakobus - Die Briefe des Petrus - Der Brief des Judas
wie oben
Stuttgart: 1969

Wortstimme:
"Gepriesen sei der Gott und vater unseres Herrn Jesus Christus:
Er hat uns in seinem großen Erbarmen neu gezeugt,
damit wir durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten
eine lebendige Hoffnung haben und das unzerstörbare,
unbefleckte und unvergängliche Erbe empfangen,
das für euch im Himmel aufbewahrt ist. Denn Gottes Macht behütet euch,
durch den Glauben, damit ihr das Heil erlangt,
das am Ende der Zeit offenbart werden soll."
(1 Petrus 1: 3-5)
 
 
Das Buch Ijob - Das Hohelied - Die Klagelieder
wie oben
Stuttgart: 1970
 
Wortstimme:
"Gefallen ist die Krone von unserm Haupt.
Wehe uns, daß wir gesündigt haben!
Darum ist krank unser Herz,
darüber sind trüb unsre Augen:
über den Zionsberg, der verwüstet liegt;
Füchse laufen dort umher.
Du aber, Herr, bleibst ewig,
dein Thron von Geschlecht zu Geschlecht.
Warum willst du für immer uns vergessen,
uns verlassen fürs ganze Leben?
Kehre uns, Herr, zu dir, daß wir umkehren können,
erneure unsre Tage, daß sie werden wie früher!
Oder hast du uns denn ganz verworfen,
zürnst du uns unerbittlich?"
(Klagelieder 5: 16 -22)

 
Genesis
wie oben
Stuttgart: 1970

Wortstimme:
"Im Anfang hat Gott Himmel und Erde geschaffen.
Die Erde war wüst und wirr, Finsternis lag über der Urflut,
und Gottes Geist schwebte über dem Wasser.
Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht.
Gott sah, daß das Licht gut war.
Gott schied das Licht von der Finsternis,
und Gott nannte das Licht Tag
und die Finsternis nannte er Nacht.
Es wurde Abend und es wurde Morgen: der erste Tag."
(Gen 1: 1-5)

 
Exodus - Levitikus
wie oben:
Stuttgart: 1971

Wortstimme:
"Sie aber werden mich fragen: Wie heißt er?
Was soll ich ihnen dann sagen?
Gott antwortete Mose: ich bin der „Ich- bin- da".
Und er fuhr fort: So sollst du zu den Israeliten sagen:
der „Ich- bin- da" hat mich zu euch gesandt.
Weiter sprach Gott zu Mose: So sag zu den Israeliten:
Jahwe (Er- ist- da), der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams,
der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt.
Das ist mein Name für immer, und so wird man mich nennen
in allen Generationen."
(Ex. 3: 13-15)

 
Das Buch Jeremia  - Das Buch Baruch
wie oben
Stuttgart: 1971

Wortstimme:
"Seht, Tage weden kommen — Wort des Herrn —,
da erwecke ich dem David einen rechtmäßigen Sproß.
Er herrscht als König und handelt weise.
Recht und Gerechtigkeit schafft er im Land.
In seinen Tagen wird Juda gerettet, Israel kann in Sicherheit wohnen;
und diesen Namen wird man ihm geben:
„Der Herr ist unsre Gerechtigkeit."
Darum seht, Tage werden kommen — Wort des Herrn —,
da sagt man nicht mehr: „So wahr der Herr lebt,
der die Söhne Israels aus Ägypten herausgeführt hat",
sondern: „So wahr der Herr lebt, der das Geschlecht des Hauses Israel
aus dem Nordland und aus allen Ländern, wohin ich sie verstoßen hatte,
herausgeführt und zurückgebracht hat!"
Denn sie werden wieder in ihrem Heimatland wohnen."
(Jer. 23: 5-8)
 
Zu den vorläufigen Ausgaben:
Die Hefte wurden kartoniert hergestellt in 8° - Format.  "Die bischöflichen Referenten der Einheitsübersetzung" , das sind Carl Joseph Leiprecht, Bischof von Rottenburg und Eduard Schick, Weihbischof in Fulda schrieben »An die Leser dieser Ausgabe« in einem Vorwort, datiert Stuttgart, 19. März 1969 für alle Ausgaben u.a. folgendes: "Die Übersetzung will den Urtext möglichst sinn- und begriffstreu in der deutschen Sprache wiedergeben.... Zugleich aber soll sie auch mit Geist und Gesetzen unserer heutigen Sprache übereinstimmen..... Dem vorläufigen Charakter dieser Veröffentlichung entspricht die einfache Ausstattung der Einzelausgaben."
Alle Textausgaben der Probehefte stammen vom KBw Stuttgart. Der Bibeltext ist einspaltig gedruckt. Auf der breit gehaltenen Marginalie sind die Verweis- und Sachparallelstellen gesetzt. In den Fußnoten stehen die spärlich vorhandenen alternativen Lesarten sowie textliche Anmerkungen. Im Anhang der NT- Teilausgaben sind die ökumenisch erarbeiteten altkirchlichen Perikopen gelistet, auch Zeittafeln und ein Abkürzungsverzeichnis sind beigefügt. Das gilt ebenso für die Probehefte  des AT.
 
 
 
ÖKUMENISCHE ÜBERSETZUNG DER  HEILIGEN SCHRIFT
Die Psalmen  
Protokoll der der auf der letzten Arbeitstagung der Psalmengruppe der Gemeinsamen ev.- kath. Übersetzerkommission in Wiesbaden
vom 15. bis 19. September 1970 beschlossenen Textfassung
Abtei Scheyern: Manuskript- Vervielfältigung o. J. (1970)
 
Verantwortlich für die Herstellung des Protokolls: Pastor Klaus D. Fricke, Bovenden; Pater Ambrosius Schmid, Scheyern
 
             Wortstimme:
            "(Ein Gebet des Mose, des Mannes Gottes.)
Herr, du warst unsre Zuflucht
von Geschlecht zu Geschlecht.
Ehe die Berge geboren wurden, /
ehe Erde und Weltall entstanden,
von Ewigkeit zu Ewigkeit bist du, o Gott!
Du läßt die Menschen zurückkehren zum Staub
und sprichst: »Kommt wieder, ihr Menschen!«
Denn tausend Jahre sind vor dir
wie der Tag, der gestern vergangen ist,
wie eine Wache in der Nacht."
(90: 1-4)
 
Zur Scheyerer Psalmenausgabe:
Als reine Textausgabe ohne alle Beigaben und Vorwort präsentiert sich dieser in grünlichem Karton ohne Titel (!) geleimte 250 Seiten starke Oktav- Band. Der Text ist versweise einspaltig gesetzt. Kapitel- und Versangaben sind somit durchgängig vorhanden. Im Anhang werden zwei Seiten Erläuterungen zum Druck (des Psalmtextes), Anmerkungen zum Text sowie Bemerkungen zur Bearbeitungen beigegeben.
Diese Übersetzung ist als Proto- Text der Psalmenausgabe der EinheitsÜbersetzung zu sehen. Der vorgegebene Bibeltext ist identisch mit dem der im Folgenden beschriebenen vorläufigen Ausgabe aus Stuttgart. Beschriebenes Buch ist  in der Benediktinerabtei Scheyern gedruckt bzw. vervielfältigt; der Text wurde kurz darauf auch für den gottesdienstlichen Gebrauch bearbeitet und ist als >Scheyerer Psalter bekannt. Dieser wird (in Kürze) auch an Ort und Stelle beschrieben.
 
 

ÖKUMENISCHE ÜBERSETZUNG DER BIBEL
Die Psalmen
Herausgegeben im Auftrag der Bischöfe Deutschlands, Österreichs und der Schweiz, des Rats der Evangelischen Kirche in Deutschland und des Evangelischen Bibelwerks

Stuttgart / Stuttgart: © Katholische Bibelanstalt /  Württembergische Bibelanstalt 1971

 

 
Wortstimme:
(Für den Chormeister. Ein Psalm Davids.)
Die Himmel rühmen die Herrlichkeit Gottes,
vom Werk seiner Hände kündet das Firmament.
Ein Tag sagt es dem anderen,
eine Nacht tut es der anderen kund.
Nicht sind es Worte, nicht sind es Reden,
unhörbar bleibt ihre Stimme!
Doch ihre Botschaft geht in die ganze Welt hinaus,
ihre Kunde bis zu den Enden der Erde.
Dort hat er der Sonne ein Zelt errichtet...........
Die Worte meines Mundes mögen dir gefallen, /
das Sinnen meines Herzens stehe dir vor Augen,
Herr, mein Fels und mein Erlöser!"
(Psalm 19: 1- 5 • 15)
 
Zum Psalmenbuch:
Dieser kartonierte Oktavband ist durch die grüne Einbandfarbe unterschieden von den anderen Probeheften. Das bischöfliche Geleitwort, datiert im Juli 1971 und verfaßt in München, ist hier nur für die Psalmenausgabe bestimmt. Der evangelische Bischof Dietzfelbinger und der römisch- katholische Kardinal Döpfner schreiben im Geleitwort unter anderem: "Ein Kreis von Fachleuten .... beider Kirchen hat seit dem Jahr 1967 diese Übersetzung vorbereitet. Als Aufgabe war gestellt, die Psalmen aus dem hebräischen Urtext unter Berücksichtigung der Erkenntnisse der modernen Bibelwissenschaft in ein gutes, auch dem heutigen Menschen verständliches Deutsch zu übertragen, das zugleich im Gottesdienst gemeinsam gebetet und gesungen werden kann." Noch ist die Ausführung der Texte zur Diskussion gestellt. Dazu wird denn auch eingeladen. Der Freude darüber, daß nach Jahrhunderten konfessioneller und diözesaner Unterschiedenheit [wie lange mögen die Verantwortlichen über diesem garantiert mit großem Bedacht gewählten Ausdruck wohl gebrütet haben?? (d.V.)] nun ein gemeinsam betbarer Text gefunden ist, wird ebenfalls Ausdruck verliehen.
 

 

EINHEITSÜBERSETZUNG DER HEILIGEN SCHRIFT
Das Neue Testament
(Vorläufige Endfassung)
Herausgegeben im Auftrag der Bischöfe Deutschlands, Österreichs, der Schweiz,
des Bischofs von Luxemburg und des Bischofs von Lüttich
Stuttgart: in der Katholischen Bibelanstalt 1972. 5. Aufl.1974
 
Wortstimme:
            "Ehre sei dem, der die Macht hat, euch Kraft zu geben -
            auf Grund meines Evangeliums und der Verkündigung
            von Jesus Christus,
            auf Grund der Offenbarung jenes Geheimnisses, 
            das seit ewigen Zeiten unausgesprochen war,
            jetzt aber nach dem Willen des ewigen Gottes offenbart
            und durch prophetische Schriften kundgemacht wurde,
            um alle Völker zum Gehorsam des Glaubens zu führen, -
            ihm, dem einen, weisen Gott,
            sei Ehre durch Jesus Christus
            in alle Ewigkeit! Amen.
            (Röm 16: 25 - 27)

 

EINHEITSÜBERSETZUNG DER HEILIGEN SCHRIFT
Das Alte Testament
(Vorläufige Endfassung)
Herausgegeben im Auftrag der Bischöfe Deutschlands, Österreichs, der Schweiz,
des Bischofs von Luxemburg und des Bischofs von Lüttich
Stuttgart: in der Katholischen Bibelanstalt 1. Aufl. 1974

 

Wortstimme:
 "Keiner ist wie der Gott Jeschuruns,
 der in den Himmel steigt mit Macht,
 der mit Pracht auf die Wolken steigt:
 in die Wohnung des Gottes der Urzeit,
 in das Zelt, ausgespannt vor den Augen des Ewigen.
 Er treibt den Feind vor dir her,
 er sagt dir: Vernichte ihn!
 Israel wohnt in Sicherheit,
 ungestört siedelt Jakob - El.
 Das Land trägt Korn und Wein,
 sein Himmel spendet Tau.
 Wohl dir, Israel!
 Wo ist ein Volk, das so siegreich ist wie du -
 durch Jahwe, den Schild, die dich schützt,
 durch seine Kraft, dein prächtiges Schwert?"
(Dtn 33: 25 - 29a)
 
"Nun will ich der Werke Gottes gedenken,
was ich gesehen habe, will ich erzählen:
Durch Gottes Wort entstanden seine Werke:
seine Lehre ist ein Ausfluß seiner Liebe.
Über allem strahlt die leuchtende Sonne,
die Herrlichkeit des Herrn erfüllt alle seine Werke.
Die Heiligen Gottes vermögen nicht
alle seine Wunder zu erzählen.
Gott gibt seinen Heerscharen Kraft,
vor seiner Herrlichkeit zu bestehen.
Meerestiefe und Menschenherz durchforscht er
und kennt alle ihre Geheimnisse.
Der Höchst hat Kenntnis von allem,
bis in die fernste Zeit sieht er das Kommende.
Vergangenheit und Künftiges macht er kund
und enthüllt die Rätsel des Verborgenen."
(Sirach 42: 15 - 19)
 
Zu den vorläufigen Ausgaben:
Beide Oktavbände sind in farbigem Balacron gebunden und fadengeheftet: das NT in orange und das AT in kräftigem grün. Das Vorwort der beiden Bischöfe ist aus den oben beschriebenen Ausgaben in die NT - Edition übernommen und auf den 1. Januar 1972 datiert. Ebenso wurde das Schriftbild samt Beigaben übernommen. Der Verweisstellen- sowie der Anmerkungsapparat ist - im Gegensatz zu den Endfassungen - recht karg gehalten. Im Anhang finden sich ein Namens- und Abkürzungsverzeichnis, Maße, Gewichte und Münzanhang sowie das Stellenverzeichnis der ökumenisch erarbeiteten Teile des NT; zwei s/w Karten beschließen den Anhang.
Zum AT schrieben ebenfalls die beiden Bischöfe Schick und Leiprecht am Fest Peter und Paul 1974 in Stuttgart das zweiseitige Vorwort. Darin heißt es Zahlreiche Verbesserungvorschläge konnten deshalb schon bei der in dieser Ausgabe vorliegenden Textgestalt berücksichtigt werden. Die Übersetzung des Psalters von 1971 wurde völlig neu überarbeitet und liegt daher bereits in ihrer endgültigen Textgestalt vor.......  Mit Rücksicht auf den Erprobungscharakter dieses Textes wurden dieser Ausgabe nur wenige Anmerkungen, meist zu Fragen des Urtextes und zu Übersetzungsproblemen, und ein verhältnismäßig knapper Anhang beigegeben. ... "
Im Anhang II wird ausführlich über die Textvorlagen der EinhÜs geschrieben. Im Anhang IV werden dir ökumenisch verantworteten un dübersetzten Textgruppen gelistet: Pss, Jes 60:1-6 sowie Joel 2;12-19. Im Anhang VII findet sich eine ausführliche Zeittafel. Danach folgen die s/w Karten. Sehr positiv fällt das Schriftbild der poetisch geformten Texte sowie der Prophetenworte auf.
 
 
 
 
 
EINHEITSÜBERSETZUNG DER HEILIGEN SCHRIFT
Das Neue Testament
(Endfassung)
Herausgegeben im Auftrag der Bischöfe Deutschlands, Österreichs, der Schweiz,
des Bischofs von Luxemburg und des Bischofs von Lüttich,
des Bischofs von Bozen - Brixen,
des Rates der evangelichen Kirche in Deutschland
und des Evangelischen Bibelwerks in der Bundesrepublik Deutschland
Stuttgart: © Katholische Bibelanstalt  (und)
Stuttgart: Deutsche Bibelstiftung 1. Auflage der Endfassung 1979

Wortstimme:
"So sollt ihr beten:
Unser Vater im Himmel,
dein Name werde geheiligt,
dein Reich komme,
dein Wille geschehe
wie im Himmel, so auf der Erde.
Gib uns heute das Brot, das wir brauchen.
Und erlaß uns unsere Schulden,
wie auch wir sie unseren Schuldnern erlassen haben.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern rette uns vor dem Bösen.
____________________________
Spätere Textzeugen fügen ... an: 
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
(Mt. 6: 9 - 13)

 

EINHEITSÜBERSETZUNG DER HEILIGEN SCHRIFT
Das Neue Testament
(Endfassung) wie oben
Stuttgart: © Katholische Bibelanstalt  (und)
Stuttgart: Deutsche Bibelstiftung 1979. 2., revidierte Auflage der Endfassung 1980
 
Wortstimme:
"Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels!
Denn in seiner Gnade ist er gekommen,
um sein Volk zu erlösen.
Er hat uns einen mächtigen Retter gesandt
aus dem Haus seines Knechtes David.
So hat er durch seine heiligen Propheten verheißen
schon seit uralten Zeiten:
Er werde uns vor unseren Feinden retten
und vor allen, die uns mit ihrem Haß verfolgen;
er werde sich unserer Väter erbarmen /
und sich an seinen heiligen Bund erinnern,
an den Eid, den er unserem Vater Abraham geschworen hat."
_________________________________________________
Hier in der Fußnote: Erarbeiteter Text der ökumenischen Kommission.
(Luk 1: 68 -73)
 
 
Das Neue Testament Als Magazin
   "Damit ihr Hoffnung habt"
Idee & Redaktion Oliver Wurm • Design Andreas Volleritsch
Text des Neuen Testamentes: Einheitsübersetzung © 1980
Stuttgart: Verlag Katholisches Bibelwerk und Oliver Wurm und Andreas Volleritsch. Ausgabe 1_2010
               www.bibelalsmagazin.de
 
 
 
 
EINHEITSÜBERSETZUNG DER HEILIGEN SCHRIFT
Das Alte Testament
(Endfassung)
Herausgegeben im Auftrag der Bischöfe Deutschlands, Österreichs, der Schweiz,
des Bischofs von Luxemburg, des Bischofs von Lüttich,
des Bischofs von Bozen - Brixen,
des Rates der evangelichen Kirche in Deutschland
und des Evangelischen Bibelwerks in der Bundesrepublik Deutschland
Stuttgart: © Katholische Bibelanstalt  (und)
Klosterneuburg: Üsterreichisches Katholisches Bibelwerk 1. Auflage der Endfassung 1980
 
 
Wortstimme:
"Der eine sagt: Ich gehöre dem Herrn.
Ein anderer benennt sich mit dem Namen Jakobs.
Einer schreibt auf seine Hand: Für den Herrn.
Ein anderer wird ehrenvoll mit dem Namen Israel benannt.
So spricht der Herr, Israels König,
sein Erlöser, der König der Heere:
Ich bin der Erste, ich bin der Letzte,
außer mir gibt es keinen Gott.
Wer ist mit gleich? Er soll sich melden,
er tue es mir kund und beweise es mir.
Wer hat von Anfang an die Zukunft verkündet?
Sie sollen es sagen, was alles noch kommt."
(Jes. 44: 5 - 7)
 
"Denn die Weisheit ist beweglicher als alle Bewegung;
in ihrer Reinheit durchdringt und erfüllt sie alles.
Sie ist ein Hauch der Kraft Gottes
und reiner Ausfluß der Herrlichkeit des Allherrschers;
darum fällt kein Schatten auf sie.
Sie ist der Wideschein des ewigen Lichts,
der ungetrübte Spiegel von Gottes Kraft,
das Bild seiner Vollkommenheit.
Sie ist nur eine und vermag doch alles;
ohne sich zu ändern, erneuert sie alles.
Von Geschlecht zu Geschelcht tritt sie in heilige Seelen ein
und schafft Freunde Gottes und Propheten;
denn Gott liebt nur den, der mit der Weisheit zusammenwohnt."
(Weish 7: 24 - 28)
 
 
 
EINHEITSÜBERSETZUNG DER HEILIGEN SCHRIFT
Die Bibel 

Psalmen und Neues Testament Ökumenischer Text
hrsg. im Auftrag der Bischöfe Deutschlands, Österreichs, der Schweiz, des Bischofs von Luxemburg, des Bischofs von Lüttich, des Bischofs von Bozen-Brixen;
für die Psalmen und das Neue Testament auch im Auftrag des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland 
und der Deutschen Bibelgesellschaft (Evangelisches  Bibelwerk)
Stuttgart: Katholische Bibelanstalt  1980 1. Auflage 
Freiburg (i. B.): Verlag Herder 1981
 
Zur Gesamtausgabe:
Im Advent 1979 schrieben die herausgebenden Bischöfe Joseph Kardinal Höffner, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, Alfred Kardinal Bengsch, Vorsitzender der Berliner Bischofskonferenz, Franz Kardinal König, Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz, Pierre Mamie, Vorsitzender der Schweizerischen Bischofskonferenz, Jean Hengen, Bischof von Luxemburg, Josef Gargitter, Bischof von Bozen - Brixen, Guilleaume - Marie van Zuylen, Bischof von Lüttich sowie Landesbischof Eduard Lohse, Vorsitzender der EKD (für das NT und die Psalmen) das ausführliche Vorwort. Dieses ist eine Zusammenfassung der bereits in den Einzelausgaben erschienenen Geleitworte. Somit bezieht sich der Begriff "Einheitsübersetzung" als Titel für die Gesamtausgabe auf die Endredaktion des katholischen Herausgeberkreises. Was den Umfang der Beigaben anbetrifft, läßt diese Ausgabe kaum Wünsche offen: Jedes biblische Buch ist eingeleitet, Sachparallelen und Verweisstellen sowie kurze Anmerkungen sind vorhanden; der Anhangsapparat umfasst gut 40 Seiten samt dem Kartenteil. Einmal zum Vergleich sei die Anzahl der Verweisstellen der EinhÜ zur Lutherbibel 1970 / 75 zum Psalm 90 und Ev. Johannes Kap 1 gezählt:
Psalm 90 in der EinhÜs: 27, Luther: 11 -- Ev. Johannes Kap.1 in der EinhÜs: 43, bei Luther 50.
Die Stuttgarter Ausgabe ist, was die Anordnung des Bibeltextes betrifft, ein- und zweispaltig erhältlich. Der Unterschied ist die Positionierung des Verweisstellenapparates: Bei der einspaltigen Edition stehen diese in der Marginalie, in der zweispaltigen in der Fußnote. Meiner Einschätzung nach ist die einspaltige Ausgabe komfortabler zu benutzen.
Die Freiburger Ausgabe vom Verlag Herder ist nur mit zweispaltiger Textanordnung im Handel. Die beiden Kolumnen sind  etwas schmaler gehalten als in der Stuttgarter Ausgabe, auch das Schriftbild ist etwas kompakter gesetzt. Wiederum bevorzuge ich hier die Letztere. Was den Inhalt angeht, sind alle Standard- Ausgaben der EinhÜs identisch.
Die Katholische Bibelanstalt Stuttgart gab 1984 noch eine sog. Studienausgabe der Gesamtbibel heraus: Dieses kompakte und sehr handliche Teil im Kleinoktavformat (gebunden & fadengeheftet) ist jedoch, was den Inhalt anbetrifft, eine Standardausgabe; allerdings einspaltig gesetzt und mit in der Marginalie plaziertem Verweisstellenapparat. Diese Ausgabe erlebte allerdings nur eine Auflage.
 

Zur Einheitsübersetzung gibt es u.a. folgende kommentierte oder mit Anmerkung bzw. Illustrationen versehene Ausgaben:

Die Psalmen -
Der ökumenische Text . Einheitsübersetzung
Mit einer Einleitung und Erläuterungen von Eleonore Beck
(* 1926 )
Düsseldorf / Stuttgart: Patmos Verlag / Deutsche Bibelstiftung 1979 1. Auflage
 
 

Wortstimme:
"(Für den Chormeister. Ein Weisheitslied der Korachiter.)
Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser,
so lechzt meine Seele, Gott, nach dir.
Meine Seele dürstet nach Gott,
nach dem lebendigen Gott.
Wann darf ich kommen
und Gottes Antlitz schauen?
Tränen waren mein Brot bei Tag und bei Nacht;
denn man sagt zu mir den ganzen Tag:
Wo ist nun dein Gott?"

(42: 1 - 4)
 
Zum Buch:
Der kartonierte Oktavband umfaßt gut 290 Seiten. Die katholische Theologin E. Beck hat die Psalmen "als Gebete Israels und der Kirche" in dieser approbierten ökumenischen Fassung kurz beschrieben und kommentiert. Die Anmerkungen sollen dem Leser das Beten der Pss erleichtern sowie das Verständis der alttestamentlichen Texte erleichtern; sehr theologisch geht es in den Erklärungen nicht zu, allgemeinverständlich will Frau Beck die jahrtausende alten Worte dem Leser von heute erschließen. - Ein Manko sei an dieser Stelle allerdings angemerkt: Die Klebebindung ist nicht für den Dauergebrauch ausgelegt; der Buchblock hälts nicht aus.
 
    
Mein ganzes Glück bist Du
Psalmenmeditationen - Schritte zur Vertiefung
von Augustinus Kurt Fenz
(Bibeltexte: Einheitsübersetzung 1980)
Leipzig: St. Benno Verlag 1998
 
>Alle Texte von A.K. Fenz sind unter seinem Namen beschrieben. Siehe dort!
 
 
 
EINHEITSÜBERSETZUNG DER HEILIGEN SCHRIFT
Das Neue Testament - Kommentierte Ausgabe
Von A.Stöger unter Mitarbeit von F. Staudinger und F. Zeilinger.
Herausgegeben vom Interdiözesanen Katechetischen Fonds.
Klosterneuburg / Niederösterr.: Verlag Österreichisches Katholisches Bibelwerk 1975
 
(Bibeltext: Vorläufige Endfassung)
 
Imprimatur: St. Pölten 1975
 
Zum Buch:
Weihbischof Alois Stöger schrieb das Geleitwort zu diesem kommentierten NT, das auch als Schul- und Werkbuch für den RU zugelassen ist. Der sehr aufwändig gemachte fadengeheftete Oktavband, gebunden mit Schutzumschlag, beinhaltet  auf gut 800 Seiten den Bibeltext einspaltig im Fettdruck, davon Zitate aus dem AT in Kursivschrift, Einleitungen, Überschriften mit Parallelstellen, Kommentare der gemäßigten Art (der Ökumene Rechnung tragend), Karten, Diagramme und einen ausführlichen Anhang samt Wörterbuch. Abgerundet wird all dies mit acht Seiten s/w Fotos aus Israel. Besonderheit ist die Auflockerung des Textes durch in Rahmen gesetzte Überschriften.
Warum diese besondere Ausgabe keine weitere Verbreitung in Deutschland gefunden hat, ist unklar. Einige Jahre später wurde das Buch wiederum aufgelegt, allerdings nur noch kartoniert; siehe nächster Eintrag....
 
Das Neue Testament
EINHEITSÜBERSETZUNG DER HEILIGEN SCHRIFT - Kommentierte Ausgabe
Von A.Stöger unter Mitarbeit von F. Staudinger und F. Zeilinger.
Herausgegeben vom Interdiözesanen Katechetischen Fonds.
Klosterneuburg / Niederösterr.: Verlag Österreichisches Katholisches Bibelwerk 1981 

Bibeltext: Endfassung 1979

Imprimatur: St. Pölten 1981
 
Zum Buch:
Leider ist diese revidierte Auflage nicht mehr gebunden, sondern kartoniert, dafür immerhin noch fadengeftet und in etwas größerem Oktav- Format erschienen. Die der Übersichtlichkeit wegen geschaffenen Rahmen (siehe oben) sind leider weggelassen. Mit dem Text wurden auch die Anmerkungen überarbeitet. Durch die weggelassenen Rahmen und die neue Textanordnung konnte der Buchumfang um etwa 100 Seiten gekürzt werden. Die Übersichtlichkeit und Qualität der Satzanmutung haben durchaus darunter gelitten.
 

Michael Graff  (*......1949Pfarrer

Mein Markus. Ein Evangelium im täglichen Gebrauch.  
Freiburg i.B.: Verlag Herder; Herder Taschenburg Verlag 1988. TB1566

(Bibeltext: Einheitsübersetzung, Endfassung 1979, nicht ausgewiesen.)

 Zum Taschenbuch:
»"Mein Markus" ist eine Neuentdeckung für Christen, die aus Hörgewohnheiten und Sonntagstrott aufbrechen wollen«, so zu lesen auf der U- Seite. Michael Graff  liest anders aus der Bibel, gegen die vertraute Blickrichtun: nachfragend, humorvoll, skeptisch. Wie ein aufmerksames Kind ind Detail verliebt. Seine Markuslektüre ist kein theologischer Kommentar, sondern ein ständiges Lüften und Wenden, Schütteln und Rütteln des Wortlauts." Jeweils ein Sinnabschnitt bzw. ein Gleichnis wird aus heutiger Sicht reflektiert, befragt, humorvoll neu entdeckt. Der Bibeltext ist im 190 -seitigen TB vollständig vorhanden, auch der lange Schuß des Kap. 16; dieser ist so überschrieben: Ein Grab ist ein Grab. Er aber ist uns voraus. Graff läßt innerhalb seiner Reflexionen auch Personen der Zeit- und Weltgeschichte durch Kurzzitate zu Wort kommen; der Bogen schlägt z. B. von Heraklit über Karl Jaspers, Marie Luise Kaschnitz  zu Dorothee Sölle.

 

Die Heilige Schrift.
Kommentiert von Eleonore Beck.
Stuttgart: Deutsche Bibelgesellschaft; Verlag Katholisches Bibelwerk 1980.
 
Bibeltext:  Einheitsübersetzung 1980
 
Zum Buch:
1635 Seiten im Großoktavformat beinhaltet diese Familienbibel. Die Deutsche Bibelgesellschaft stattete dieses Werk mit den sehr detailreichen farbigen Karten der biblischen Länder aus, jeweils im Bereich der vorderen und hinteren Vorsatzblätter. Frau Beck hat jedes Buch allgemeinverständlich eingeleitet. Die Kurzkommentare nehmen etwa 1/8 bis ¼ einer Seite ein. In den sechziger Jahren gab es bereits eine Familienbibel mit dem Pattloch- Text (>Hamp/ Stenzel/ Kürzinger) mit Anmerkungen von E. Beck und G. Miller; diese war der Vorläufer der hier beschriebenen Ausgabe. Frau Beck hat die Anmerkungen jedoch komplett überarbeitet, zum Teil gestrafft. In der Einleitung zu den Fünf Büchern Mose wird die Dokumentenhypothese ("Überlierferungsschichten J, E P, und D von R vereint) dem Leser als gesicherte bibelwissenschaftliche "Erkenntnis" geliefert.
Der Bibeltext ist ohne Beigaben zweispaltig abgedruckt. Warum der umfangreiche Verweisstellenapparat der Standardausgaben nicht enthalten ist, bleibt unverständlich. Parallelstellen und AT- Zitate sind jedoch im NT durchgängig vorhanden. Der 50 seitige Anhang enthält die üblichen Beigaben wie etwa Maße und Gewichte, Kalender, Orts- und Namensregister sowie die umfangreiche Beschreibung der Textvorlagen der EinhÜs.
 
 
Illustrierte Hausbibel
Altes und Neues Testament in der Einheitsübersetzung
Mit Farbfotos von Erich Lessing (*Wien / Austria 29. Tammus 5683 / 13. Juli 1923.............)
und einem Familienchronikteil
Freiburg i. B. : Lizenzausgabe für die Herder Buchgemeinde (und)
Luzern / Schweiz: Schweizer Volks- Buchgemeinde 2. Aufl. 1981
 
Bibeltext:  Einheitsübersetzung 1980
 
Zum Buch:
Diese Standardausgabe aus dem Herder- Verlag in 8°- Format mit 1476 Seiten weist 49 vierfarbige ganz- oder doppelseitige Abbildungen des international bekannten Magnum - Fotographen jüdischer Herkunft Erich Lessing aus. Diese exzellenten Photos haben dokumentarischen Charakter und erhellen in vorzüglicher Weise den Schrifttext durch den direkten Bezug zur biblischen Zeitgeschichte. Den Anfang z. B. macht eine Tonfigur aus Susa ca. 1800 v. Chr. und fortgesetzt durch altägyptische Wandmalereien. Fotos aus der Wüste Sinai etc. und frühchristliche Kunst aus Rom beschließen den Bilderzyklus. Alle Abb. sind im Anhang nochmals in s/w gesammelt, beschrieben  und mit Quellenangaben versehen.
 
Zum Fotografen...
..gibts im Net ausreichend Informationen.
 
 
Die Heilige Schrift • Familienbibel
Einheitsübersetzung  (Bibeltext 1980)
(mit 184 Farbfotos)
Leipzig: St. Benno Verlag 1983. 3. Auflage 1990
 
Imprimatur: Dresden 1983
 
Zum Buch:
Gerhard Engelmann, schrieb am 21. Januar 1982 zu Berlin das Vorwort für die Biblisch- pastorale Arbeitsstelle. Diese Leipziger Ausgabe ist prinzipiell eine Lizenzversion der Stuttgarter Edition. Besonderheit dieses 1458 starken Oktavbandes in Fadenheftung sind die 184 Farbaufnahmen, die sämtlich biblische und frühe Kirchengeschichte dokumentieren. Anders als in der oben beschriebenen Ausgabe mit Bildern von E. Lessing sind die Abbildungen hier kleiner, pro Bildseite drei, mit ausführlicher Beschreibung; die Abbildungen dieser genuin ostdeutschen Ausgabe sind - anders als man vielleicht erwarten könnte - von ausgezeichneter Qualität.
 
 
Die Briefmarkenbibel Text- Bildband
Die Bibel des Alten und Neuen Testaments in Auswahl, illustriert mit über 1700 Briefmarken
und anderen postalischen Belegen von über 200 Postverwaltungen
mit einem Geleitwort von Prof. Dr. Otto Knoch
Rommerskirchen b. Neuß / Rheinkreis: Verlag Hans G. Schönen / Edition St. Briktius. Januar 1991
 
Reihe: Gabriel Bildhefte Band 13/14; herausgegeben von Hans G. Schönen
 
Bibeltext: Einheitsübersetzung 1980 (in Auswahl)
 
Zum Buch
Der Bibeltext der Stuttgarter Ausgabe wurde hier auszugsweise und ohne Fußnoten auf 391 Seiten einkopiert. AT und NT sind  vom Umfang her etwa hälftig vertreten. Besonderheit dieses fadengehefteten und gebundenen Oktavbandes sind die s/w- Abbildungen von Postwertzeichen aus aller Herren Länder, wobei der Akzent hauptsächlich auf Ausgaben aus katholischen Ländern liegt; d. h. es überwiegen Heiligendarstellungen und Gemäldereproduktionen aus den römischen und diversen anderen südeuropäischen Kirchen und Museen in Briefmarkenform. Innerhalb der AT- Auswahl dominieren die Wertzeichen aus Israel. Die Abbildungen entsprechen etwa der tatsächlichen Briefmarkengröße und sind nicht unbedingt von überragender Qualität. Der Herausgeber Hans G. Schönen schrieb einführende Bemerkungen in einem dreiseitigen Nachwort, das zwar nicht datiert, aber verortet ist: Rommerskirchen - Ökoven.
 
 
Bibel 2000
Hrsg.: Christian Riehl
Stuttgart: Verlag Katholisches Bibelwerk; 
 
 
Autoren:
Emmanuelle Bjerkem-Hirtz - Jean-Claude Brau - Francis Dumortier - Albert Hari - Yann Martin - Etienne Mayence - Charles Singer - Joseph Stricher - Marie- Anne Vannier;

Bibeltext: Einheitsübersetzung 1980
18 Bände AT mit NT in Lexikon- Oktav.
Eine Bibelausgabe mit jeweils mehr als 400 brillanten Farbbildern aus Kunst, Archäologie und Natur. Seite für Seite reichhaltige Information aus der Tradition des Christentums und der Weltreligionen. Brillante Farbbilder aus Kunst, Archäologie und Natur, informatives Kartenmaterial, Erläuterungen und Kommentare zu den einzelnen biblischen Büchern, durchgehend farbig.
 
 
 
Eleonore Beck (Hrsg.)
Unter dem Apfelbaum habe ich dich geweckt.
Das Hohelied Salomos
Stuttgart: Verlag Katholisches Bibelwerk 1988 (im Schuber)
Bilder von Karl Bechloch.
 
Bibeltext: Einheitsübersetzung Endfassung 1980
 
Wortstimme:
"Leg mich wie ein Siegel auf dein Herz,
wie ein Siegel an deinem Arm!
Stark wie der Tod ist die Liebe,
die Leidenschaft ist hart wie die Unterwelt.
Ihre Gluten sind Feuergluten,
gewaltige Flammen!
Auch mächtige Wasser
können die Liebe nicht löschen;
auch Ströme schwemmen sie nicht weg.
Böte einer für Liebe
den ganzen Reichtum seines Hauses,
nur verachten würde man ihn."
(Hld. 8: 6-7)
 
Zum Buch:
Die fünfeinhalbseitige Einleitung verfasste Eleonore Beck; sie redet nicht einer Theologie des Liedes das Wort, sondern der Liebe, den Liebenden, Mann und Frau.

Die Farbzeichnungen sind nach moderner Jugendstil-Art und somit, was die Personendarstellungen betrifft, sehr erotisch gehalten. Sie nehmen teilweise eine Doppelseite ein und sind somit vom Textbestand getrennt. Der Bibeltext schreibt höchstens drei Verse pro Seite, was der Marginalien zugute kommt, sie ist jedenfalls ausgesprochen breit. Der Bibelschrift sind, anders als der Einleitung, Kapitalbuchstaben vorbehalten, oft sind Anfangsbuchstaben in FETTdruck gesetzt. Im Anhang findet sich ein Inhaltsverzeichnis. Als Besonderheit der buchbinderischen Gestaltung sind die Seiten in der Hochlage unaufgeschnitten; das gibt diesem außergewöhnlichen Werk ein besonderes Flair. Nicht zur Qualitätsanmutung paßt die Klebebindung; nach kurzer Zeit gehen Seiten schon aus dem Leim. Der mitgelieferte Schuber ist wie das im Quartformat fest gebundene Buch in dunkelblau und farbig bedruckt gehalten.

 
 
Neue Jerusalemer Bibel
Einheitsübersetzung mit dem Kommentar der Jerusalemer Bibel
Neu bearbeitete und erweiterte Ausgabe
herausgegeben von Alfons Deissler und Anton Vögtle in Verbindung mit Johannes M. Nützel
Freiburg im Breisgau: Verlag Herder 1985 (1. Auflage)
 
Zum Buch:
In der Werbebroschur von 1985 heißt es: Die Jerusalemer Bibel ist eine ist eine international Bibeledition, die - ursprünglich französisch - in mehreren Sprachen veröffentlicht wurde. Sie gilt als die bestkommentierte einbändige Bibelausgabe. Die deutsche Ausgabe der Jerusalemer Bibel wurde in über 130.000 Exemplaren verbreitet1900 Seiten, 11000 Anmerkungen, 40 000 Stellenverweise, das kann sich sehen lassen. Der Subskriptionspreis betrug bis 31. Dez. 1985 DM 88.- Die hier vorliegende erste Auflage, die im Oktober 1985 erschien, hat Oktavformat und ist im Gegensatz zur >Herderausgabe "nur" klebegebunden. Alle Anmerkungen wurden nach der neubearbeiteten französischen Ausgabe überarbeitet, erweitert oder völlig neu verfaßt und - natürlich -der EinhÜbers angepaßt. Eine grundsätzliche Einschätzung dieser "Kult- Bibel" findet sich bei der Besprechung der O- Ausgabe (Herder Verlag) und unter >Jerusalemer Bibel.

 

Stuttgarter Altes Testament
mit Kommentar und Lexikon.
Herausgegeben von Erich >Zenger
(* Dollnstein /Altmühltal 1939 † 2010 Münster i. W.)
                                                 Lic. phil & theol. Prof. Dr. phil & theol.
Stuttgart: Katholische Bibelanstalt 2004

Bibeltext: Einheitsübersetzung 1980
 
Zum Buch:
"Unser Kommentar hat den Ehrgeiz, das Alte Testament in seiner Lebendigkeit und in seiner Aktualität nahe zu bringen - für Menschen, für die diese Büchersammlung »Heilige Schrift« ist, aber auch für Menschen, die diese Bücher »nur« als eines der grandiosesten Literaturwerke der Menschheit lesen wollen.", so der herausgeber Erich Zenger in seinem zweiseitigen Vorwort, das er in
Münster i. W. im August 2003 schrieb. In den Kurzkommentaren sind die meiseten Forschungsergebnisse, soweit sie einen wissenschaftlichen Konsens darstellen, aufgenommen und interpretatorisch umgesetzt. Am Textbestand der EinhÜs wurde nichts geändert. Wohl aber wurden in den Auslegungen, dort, wo es unbedingt notwendig erschien, auf problematische Entscheidungen der EÜ hingewiesen und Alternativvorschläge gemacht.
Der gut 1960 Seiten starke Groß 8° - Band schreibt den Bibeltext in zwei Spalten. Verweisstellen sthen im Anschluß an die jeweiligen Textabschnitte. Diese sind in aller Regel eingeleitet und im Anschluß kommentiert. Die Kommentare nehmen oft den gleichen Raum wie der Text ein und sind von recht anspruchsvoller Natur; linguistische Details werden dem Leser erspart. Zahlreiche Verweise aus dem Kommentar werden in das umfangreiche (100 Seiten am Schluß des Buches) Lexikon gerichtet. Außerdem enthält der AT- Band Kartenmaterial zu Geographie und Zeitgeschichte. Da E. Zenger ausgewisener Psalmenspezialist ist, ist auf diese ein besonderes Augenmerk genommen, was die Kommentierung anbetrifft. (siehe unten Separatdruck!)
Etwas überaschend hingegen: Auf der Frontseite dieses 2, 4 kg - schweren Buches ist ein Foto eines Teils der Jesaia- Rolle vom Toten Meer abgebildet; innerhalb des Bibetextes hingegen ist z. B. ein in der Masorah und der LXX nicht enthaltener, aber in der Qumran- Höhle 4 gefundener  Abschnitt aus dem 1. Samuelbuch mit keinem Wort erwähnt: 4QSamª, der im Anschluß an Kap. 10 zu setzen ist. Diverse Bibelausgaben aus dem englischsprachigen Raum haben diesen aufschlußreichen Text bereits ins Samuelbuch inkorporiert (NRSV, HCSB, NLT, CEV, R. Alter, DSS Bible....) Hier im BB kann man ihn unter dem Autor >Bar - Efratnachlesen.
 
Separatdruck aus diesem AT:
 
Stuttgarter Psalter
Mit Einleitungen und Kurzkommentaren von Erich Zenger
Stuttgart: wie oben, 2005
 
Anm.:
Auszug aus o. g. AT; 415 Seiten kartoniert / gebunden, Format kl. 8°.
 
 
Stuttgarter Neues Testament
mit Kommentar und Erklärungen.
Stuttgart: Katholische Bibelanstalt 2000

Erarbeitet auf der Grundlage der "Stuttgarter Erklärungsbibel (mit Luther- Text) der Deutschen Bibelgesellschaft, Stuttgart 1992" 

Zum Buch:
....................................
 
 
Die Bibel • Die Heilige Schrift
EINHEITSÜBERSETZUNG
 
Mit umfassenden Informationen zur Welt und Umwelt der Bibel
Mit Familienchronik und Farbbildern
Stuttgart: Verlag Katholisches Bibelwerk 2003
 
Zum Buch:
........................................................



Steck, Odil Hannes  (*München 26. Dez. 1935 † 30. März 2001 Zürich ?)    Prof. Dr. theol.

Die erste Jesaiarolle von Qumran (1QIsaª)
Textheft
 
Die deutsche Übersetzung des Jesaiabuchs nach der Einheitsübersetzung
mit der Textgraphik von 1QIsaª.
Stuttgart: Verlag Katholisches Bibelwerk 1998

Reihe: Stuttgarter Bibelstudien SBS 173/2

Dazu gehört:

Die erste Jesaiarolle von Qumran (1QIsaª)
Schreibweise als Leseanleitung für ein Prophetenbuch
Stuttgart: Verlag Katholisches Bibelwerk 1998

Reihe: Stuttgarter Bibelstudien SBS 173/1

  Die große Jesaia- Rolle

Zum Buch:
...........................................
 
 
Klein, Guenther H.  (*.................... 1945)

Das Alte Testament
Das Buch Daniel

Vorgetragen.
Mit 16 Abbildungen und einer Zeittafel.
Norderstedt / Südholstein: Books on Demand 2006. 1. Auflage

(Bibeltext: Endfassung der Einheitsübersetzung 1980.)


Wortstimme:

"Immer noch hatte ich die nächtlichen Visionen: Da kam mit den Wolken des Himmels
einer wie ein Menschensohn. Er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihm geführt.
Ihm wurden Herrschaft, Würde und Königtum gegeben. Alle Völker, Nationen und Sprachen
müssen ihm dienen. Seine Herrschaft ist eine ewige. unvergängliche Herrschaft.
Sein Reich geht niemals unter. Darüber war ich, Daniel, im Geist bekümmert,
und was mir vor Augen stand, erschreckte mich."

(Kap. 7: 13- 15)

 

Anm.:
Dieses Buch ist, soweit bekannt, das erste Kommentarwerk des Autors, der, wie dem Klappentext zu entnehmen, einen technischen Beruf hatte, sich im Vorruhestand befindlich, wieder mehr dem Wort Gottes zugewandt hat und einer kleinen christlichen Gemeinde angehört. ..........................
2009 erschien ein we iterer Titel, der sich allerdings (noch) nicht im BB befindet:
Abraham - aus seinem Leben: Thesen zur Existenz Gottes
 
 
Das Hohelied der Liebe
 
Ausgelegt von Pinchas Lapide
Mit Holzschnitten von HAP Grieshaber
München: Kösel - Verlag 1993
 
Der Text des Hohenliedes aus: Einheitsübersetzung, Das Alte Testament 1980
Von Pinchas Lapide mit dem Urtext verglichen und stellenweise geändert
 
Wortstimme:
"Leg mich wie ein Siegel auf dein Herz,
wie ein Siegel an deinen Arm!
Stark wie der Tod ist die Liebe,
Eifersucht grausam wie die Unterwelt.
Liebesgluten sind Feuergluten,
gewaltige Flammen Gottes.
Mächtige Wasser
können die Liebe nicht löschen;
auch Ströme schwemmen sie nicht weg.
Böte einer für die Liebe
den ganzen Reichtum seines Hauses,
nur verachten würde man ihn."
(Kap. 8)
 
Zum Buch:
.............. siehe >Lapide
 
Geplante Revision der EinhÜs:
 
www.bibelrevision.de
 
Die neue Einheitsübersetzung
30 Jahre nach Erscheinen der Einheitsübersetzung des Alten und Neuen Testaments wird der Bibeltext „moderat“ überarbeitet – so lautet die Vorgabe der deutschsprachigen Bischofskonferenzen. Der Linzer Bibelwissenschafter Johannes Marböck gehört dem Leitungsgremium der Revision an und gibt der Kirchenzeitung Einblick in den Stand der Arbeit.
DAS GESPRÄCH FÜHRTE JOSEF WALLNER
Was sind die Eckpunkte der revidierten Übersetzung?
Jede Übersetzung steht in der Spannung, dem Urtext gerecht zu werden und den heutigen Menschen die Bibel zu erschließen. Die Revi- sion wird sich wieder mehr dem Urtext zunei- gen. Der Text wird dadurch zwar sperriger, aber auch mehr zur Auseinandersetzung her- ausfordern. Die bisherige Einheitsübersetzung hat manche Passagen sehr geglättet und recht frei wiedergegeben.

Können Sie eine gravierende Änderung in der Revision nennen? Das Wort „Jahwe“ wird in der Bibel nicht mehr vorkommen – aus Respekt dem Judentum gegenüber. Das ist Vorgabe aus Rom. Die Juden sprechen den Gottesnamen Jahwe nicht aus. In der ältesten jüdischen Übersetzung der Bibel ins Griechische wird „Jahwe“ mit „Kyrios“ – der Herr – wiedergegeben. Die Einheitsübersetzung verwendete bisher an den allermeisten der rund 6800 Stellen das Wort „Herr“ für den Gottesnamen. Nun wird sich aber kein einziges Mal das Wort „Jahwe“ finden – sondern in Großbuchstaben geschrieben HERR.

Die Wiedergabe des Gottesnamens mit Herr empfinden nicht nur, aber vor allem Frauen als Problem. Warum hat man keine Alterna- tiven gesucht?
Weil es keine echten Alternativen gibt. Für mich ist der Weg, den die Bibel in gerechter Sprache geht, eine problematische Alternative. Dort werden mehr als 15 unterschiedliche Gottesbezeichnungen gebraucht. Ich betone aber: Die Wiedergabe des Gottesnamens ist nie zufriedenstellend.
Es gibt noch andere heiße Eisen: zum Beispiel die „Brüder“ in den Paulusbriefen, die bei den Lesungen in den Gottesdiensten immer wieder für Unmut sorgen. In der neuen Fassung wird das griechische Wort „Adelphoi“ (Brüder) dort, wo es sachlich richtig ist, mit „Brüder und Schwestern“ übersetzt. Als ein Beispiel erwähne ich den ersten Korintherbrief, wo Paulus über die Auferstehung Jesu spricht: „Ich erinnere euch, Brüder und Schwestern, an das Evangelium, das ich euch verkündet habe“ (1 Kor 15,1). An anderen Stellen werden geschlechtsneutrale For- mulierungen verwendet. Und in der Bergpre- digt (Mt 5,9) wird es anstatt „Söhne Gottes“ „Kinder Gottes“ heißen. So ist das vorgese- hen, wir haben aber nicht das letzte Wort, muss ich einschränkend sagen, das haben die Bischofskonferenzen und Rom.

Wie werden Begriffe übersetzt, die in der heutigen Kirche Amtsbezeichnungen sind, wie Bischof und Diakon?
Das Wort Episkopos werden wir nicht immer mit Bischof, sondern mit Vorsteher überset- zen, und Diakon mit Helfer. Wir wollen damit zum Ausdruck bringen, dass zwischen unse- rem heutigen Amtsverständnis und den Be- griffen der Bibel ein Unterschied ist.
Es gibt keine Bibelübersetzung, die nicht kritisiert wird. Was sagen Sie ihren Kritikern? Ich verweise auf das Buch Jesus Sirach, wo der Übersetzer – 120 Jahre vor Christus – sagt: „Ihr seid nun aufgefordert mit Wohlwollen und Aufmerksamkeit zu lesen. Doch mögt ihr Nachsicht üben, wenn wir vielleicht einige der schwer zu übersetzenden Ausdrücke unbefriedigend wiedergegeben haben.“ Und ich sage aus Überzeugung: Es ist wichtig, dass es unterschiedliche Bibelübersetzungen gibt, weil die verschiedenen Perspektiven die Aus- einandersetzung mit der Bibel bereichern.
Daten & Fakten zur neuen Einheitsübersetzung
Die Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift ist die offizielle Bibelausgabe in der (deuschsprachigen) katholischen Kirche, die im Gottesdienst und allen liturgischen Büchern verwendet wird. An die 50 Exegeten – darunter acht Frauen – arbeiten seit 2006 an der Revision der Einheitsübersetzung, die nach 30 Jahren aufgrund der Änderungen im Sprachempfinden der Menschen und des Fortschrittes der Theologie notwendig ge- worden ist. Das Neue Testament zur Gänze und große Teile des Alten Testaments liegen bereits fertig vor. 2011 soll die Arbeit abgeschlossen werden, die von einem Leitungs- gremium koordiniert wird – bestehend aus Bischöfen (Alois Kothgasser für Österreich) und Bibelwissenschaftern, darunter Johannes Marböck. Der Übersetzungsvorschlag des Leitungsgremiums wird dann an die deutschsprachigen Bischofskonferenzen zur Begutachtung und zur endgültigen Geneh- migung an die Gottesdienstkongregation nach Rom gehen. Wie lange die Genehmi- gungsprozesse dauern, ist offen. Daher kann man auch keine seriöse Auskunft darüber geben, wann die Einheitsübersetzung erscheinen kann. Zeitlich mit der Einheits- übersetzung gekoppelt sind das neue Mess- buch und das neue Gotteslob.
 
Univ.-Prof. Dr. Johannes Marböck lehrte von 1976 bis 2003 Altes Testament in Graz. Nach seiner Emeritierung kehrte er nach Linz zurück. Dort gehört er auch dem Domkapitel an.    KIZ/JW
(Quelle: Tiroler Sonntag von 22. August 2010

 

 

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