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►Das Markusevangelium
neu übersetzt und kommentiert
Stuttgart: Verlag Katholisches Bibelwerk kbw 2008
Wortstimme:
"...fragte er ihn: Was für ein Gebot ist das erste von allen?
Es antwortete Jesus: Das erste ist: Höre, Israel,
(der) Herr, unser Gott, ist ein einziger Herr.
Und: Du sollst lieben (den) Herrn, deinen Gott,
aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele
und aus deinem ganzen Denken und aus deiner ganzen Kraft.
Als zweites dieses: Du sollst lieben deinen Nächsten wie dich selbst!
Größer als dieses ist kein anderes Gebot."
(Kap. 12: 28b-31)
Zum Buch:
..... wird aus der Veralgsinformation zitiert: "Der Münsteraner Neutestamentler, Prof Martin Ebner, legt eine neue, am griechischen Urtext orientierte Übersetzung des ältesten Evangeliums vor. Der sachkundige Kommentar steht abschnittsweise direkt beim Bibeltext und nimmt ¾ des Gesamtumfangs ein. Leicht verständlich werden sachliche, thematische und theologische Zusammenhänge erklärt. Ein hilfreiches Lesebuch und ein äußerst praktisches Arbeitsmittel, das einlädt, das Evangelium auch einmal am Stück zu lesen."
Der Oktavband, gebunden und fadengeheftet, wird auf gut zehn Seiten eingeleitet. Wie in neuzeitlichen Kommentaren üblich, sind auch Schaubilder bzw. Grafiken in den Text eingesetzt. Die Übersetzung gehört nicht in die Kategorie »kommunikativ«, sondern läßt die Sperrigkeit des Markus- Griechisch durchaus zu Wort kommen. Ebner beschreibt sie denn in seinem Nachwort (geschrieben: Münster, im November 2008) auch als Arbeitsübersetzung. Die Textvorlage ist die 27° des NT Graece von Nestle / Aland. Der Autor hat Wert darauf gelegt, in der Üs -- das sei positiv gewertet -- den Leitwortstil des O- Textes beizubehalten, um die semantischen Strukturen erkennbar werden zu lassen. Der sekundäre Markusschluß (16: 9-20) wird, als solcher gekennzeichnet, ebenso übersetzt wie die in manchen Handschriften enthaltene kürzere Version. Der andersartige Schriftfont der Übersetzung ist i. G. zur Kommentierung eingerückt. Alle Texte sind beverst , Zusätze in Klammern gesetzt. Bezüge zur hebräischen Bibel sind reichlich im Kommentar enthalten.
Betreffs des Kommentars ist - und das keineswegs unwesentlich - zu bemerken, daß der römisch- katholische Professor für neutestamentliche Exegese Ebner dieses Evangelium spätdatiert, also auf einen Zeitraum nach 70, eben nach der Zerstörung des Tempels. Darauf deute das 13. Kapitel hin, innerhalb dessen von Kriegen und von der Zerstörung des Heiligtums berichtet wird. Diese dramatischen Geschehnisse werden also von Jesus' prophetischer Rede weg in die historisch erlebte Vergangenheit des Schreibers vorwärtsdatiert. [Es hätte auch einer gehörigen Portion Mut bedurft, den Schreiber des Evangeliums keiner Unwahrheit zu bezichtigen! d.Vf. ]
Interessant ist die Beigabe einer "Theologischen Landkarte", die das Galiläische Meer als Ort in den Mittelpunkt der Verkündigung von Jesus stellt und die daraus sich ergebenden Erzählstränge (aus Kap. 3 bis 8) grafisch anschaulich darstellt. Zudem stehen am Schluß dieses sehr empfehlenswerten Buches noch zwei Seiten Literaturhinweise.
Weitere kommentierte Übersetzungen aus dieser Reihe sind erschienen:
►Das Matthäusevangelium
neu übersetzt und kommentiert von Hubert Frankemölle
Stuttgart: kbw 2008
►Das Lukasevangelium
neu übersetzt und kommentiert von Detlev Dormeyer
Stuttgart: kbw 2011
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