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Das Buch Ruth und das Hohe Lied
Im Urtext nach neuester Kenntnis der Sprache
behandelt, übersetzt, mit Anmerkungen und einem Glossar versehen
(Deutsch / hebräische Urform transliteriert)
Leipzig: In Commission bei L. Fernau 1879
Wortstimmen:
"Und Booz beschied sie und sprach zu ihr:
Eingehend ist mir berichtet worden alles,
was du deiner Schwiegermutter gethan hast,
seit dem Tod deines Mannes. Und du hast fahren gelassen
deinen Vater und deine Mutter und das Land deiner Geburt;
und du bist zu einem Volke gegangen,
welches du von jetzt rückwärts bis zum dritten Tage nicht kanntest.
Der Herr mache dein Unternehmen recht sicher
und deine Belohnung sei recht zuverlässig
von Seite des Unerschöpflichen, des Gottes Israels,
die du gekommen bist um dich unter seine Flügel zu retten.
Da sprach sie: Ich habe Gunst gefunden in deinen Augen, mein Herr."
(Ruth 2: 10 -13a)
"Setze mich wie das Siegel auf dein Herz
(verbinde mich unauflöslich mit deinem Herzen),
wie das Siegel auf deinen Arm (bemühe dich nur um mich);
denn gewaltig wie der Tod ist die Liebe,
strenge wie die Unterwelt ist die Zuneigung;
ihre verzehrenden Gluthen sind Gluthen des Feuers,
eine Feuersbrunst des Unerschöpflichen.
Viele Wasser vermögen nicht, die Liebe auszulöschen,
und Ströme werden sie nicht unterdrücken.
Wenn ein Mann das ganze Besitzthum seines Hauses
hingibt für die Liebe, wird man sehr gering von ihm denken.
(Die Zuneigung kann nicht mit Hab und Gut erkauft werden)."
(Hohe Lied 6: 6-7)
Zum Buch:
Der in dunkelbraunes Leinen mit ornamentaler Verzierung gebundene Oktavband ist, was den Inhalt betrifft, dreigeteilt: Ein Glossar mit ausführlichem Wörterbuch hebräisch / arabisch / umschrift / griechisch / deutsch. Darauf folgt ein transliterierter Bibeltext: "Zurückführung des hebräischen Textes .... auf die ursprünglichen Wortformen",endlich die Überstzungen mit darauffolgendenden Anmerkungen. Letztere sind philologischer und erklärender Natur. Rückbeziehungen auf Thoravorschriften werden z. T. mit transliteriertem Text unterstützt, wie z. b. beim "Löser" in der Rolle Ruth die Rückbeziehung auf die Weisung aus Leviticus 25.
Auffällig ist Raabes Üs des Vierzeichens (Tetragramm) in beiden Büchern: der Unerschöpfliche. Das ist, soweit erlesen, so noch nicht vorgekommen.
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