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Schwarz, Gottlieb PDF Drucken
Donnerstag, den 19. Februar 2009 um 09:38 Uhr
 
 גפל שווארץ    Schwarz, Gottlieb Gedaljah  (* ................. ........1875 Kremsier/ Mähren)  Oberlehrer
 
   
►Chinnor Kodesch. Die Psalmen. כנר קדש הוא ספר תהלים
Zunächst für israelitische Religionsschulen wortgetreu übersetzt und mit erläuternden Anmerkungen versehen
(hebr. / dt.)
Wien (Austria): gedruckt bei Josef Stöckholzer v. Hirschfeld. Verlag des Verfassers 1867
 
 
 
    Wortstimme:
"Gebet von Mosche, dem Manne Gottes. Herr!
Zuflucht warst du uns in jedem Geschlechte.
Ehe die Berge geboren wurden, Erde und Welt
du entstehen ließest, und von Ewigkeit zu Ewigkeit
bist du, Gott. Du führst zurück den Steblichen
bis zum Zerfall, und sprichst: Kehret zurück ¹,
Menschenkinder. Denn tausend Jahre sind in deinen Augen
wie der gestrige Tag, der vergangen,
und eine Wache in der Nacht."
_______________________________________________
¹) Zum Staube. Auch: Kommt zurück. In Bezug auf die Seele.
(90: 1-4)
 
 
Zum Schulbuch:
Gedal Schwarz schrieb "im Monate der Befreiung 5626" (a. D. 1866) in Kremsier / Ostmähren (heute: Kroměříž / Tschechien) die Vorrede zur Psalmenausgabe. Darin begründet er u. a. die Herausgabe mit der Behauptung: "Doch besitzen wir auch den durchgreifenden Behelf (die Pflege und das Verstehen der Pss; d. Vf.) hiezu? Ich antworte mit: Nein ! Die Uebersetzung unsers unsterblichen Meisters, Mendelssohns — und das muß unstreitig jeder Kenner sagen — taugt für die Schule ganz und gar nicht. Will der Lehrer treuer Übersetzungen, also der von Zunz, Philippson, Herxheimer, sich bedienen — woraus soll der Schüler die übende Wiederholung vornehmen, da diese Werke der weit überwiegenden Zahl der Schüler unzugänglich sind?"
Rabbiner Josef Weisse (*Plumenau / Mähren 1812 1897 Neustadt a. d. Waag / Slowakei) schrieb auf hebräisch die offizielle Gutheißung zum Werk.
Zudem ist ein Briefwechsel mit einem christlichen "Freund" des Verfassers, Samuel Mosinger aus Warasdin / Kroatien, datiert 1. Dez. 1865, abgedruckt.
Pro Seite werden die biblischen Texte im von hinten sich öffnenden Buch zweispaltig abgedruckt; die rechte Spalte schreibt den hebräischen Text, die linke die Übersetzung. Deutscher Drucksatz im schmalen Oktavband ist Fraktur. Kurze inhaltliche Anmerkungen zum Text sind in die Fußnote gesetzt. Auch die sprachlichen Einschätzungen des mittelalterlichen Kommentators Raschi kommen zu Wort. Das Tetragramm übersetzt Lehrer Schwarz mit "der Ewige".
Obwohl als Schulbuch konzipiert, ist die Art der Üs alles andere als das, was wir heutzutage mit "leicht lesbar" definieren würden. Man legte damals andere Maßstäbe an das Können der Talmidim.....
 
Zum Übersetzer:
(wurde noch nichts herausgefunden......)
 

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