►Von bis von A bis Z
Die alphabetischen Texte der Bibel mit Gebeten aus der Jom- Kippur- Liturgie
Übersetzt von Wilfried Schweikhart
Karlsruhe: Evangelischer Presseverband für Baden epb 1992
Eine Schriftenreihe: Themen und Texte 6
Wortstimme:
Ausspruch über Ninive, ein Buch über die Weissagung
des Elkoschiters Nahum.
Als Gott des Eifers und der Rache erweist sich der Herr.
Der Herr rächt sich und ist Herr des Zorns. Der Herr rächt
sich an seinen Feinden, er ist nachtragend bei seinen Widersachern.
Lang wartet der Herr mit dem Zorn, und groß ist seine Kaft.
Der Herr läßt wirklich nicht ungestraft.
Böses Unwetter und Sturmwind umgeben seinen Weg,
und das Gewölk ist der Staub seiner Füße.
(Nahum 1: 2-3)
Zum Heft:
Als DIN_A5 Publikation präsentiert sich dieses 32 seitige Heft. Wilfried Schweikhart erzählt in seinem leider unverorteten und undatierten Vorwort einiges über die Geschichte der alphabetischen Texte in der Schrift sowie deren kirchengeschichtliche Bedeutung seit Augustinus. Auch die Existenz sog. Rechts- Abecedaren früherer Jahrhunderte werden kurz gestreift. Der Autor schreibt dazu: Diese vorliegende Übersetzung der alttestamentlichen alphabetischen Texte ist neben der Vertiefung biblischer Erkenntnis auch dem christlich- jüdischen Verhältnis gewidmet. Hilfestellung zum Werk haben unter anderem geleistet: Alfons >Deissler, Nathan P. Levinson sowie Max Meir- Mandelbaum s. A. Übersetzt hat Schweikhart folgende Texte: Aus den Pss: 9/ 10 - 25 - 34 - 37 - 111 - 112 - 119 - 145. Sodann aus Prov 31: 10- 31; die ersten vier Kapitel der Klagelieder, Nahum 1:1- 10, Sirach 51: 13- 30 sowie zwei Gebete aus der Liturgie des Versöhnungstages. Die biblischen Texte sind zweispaltig gedruckt, die Wortanfänge alphabetisch kursiv hervorgehoben.
Zur Person:
Er war sicherlich einer der bekanntesten Geistlichen der evangelischen Kirche in Freiburg. Er galt als missionarisch profiliert und zeichnete sich aus durch seine bescheidene Art. Am Ostersonntag ist Pfarrer i. R. Dr. Wilfried Schweikhart gestorben. Über zweieinhalb Jahrzehnte (1976 bis 2003) war er Seelsorger der evangelischen Innenstadtgemeinde in Freiburg, der Pauluspfarrei. Aufgewachsen ist er im nordbadischen Boxberg, wo er schon als Jugendlicher den Organistendienst in der Gemeinde seines Vaters übernahm und gelegentlich den Kirchenchor dirigierte. Er studierte Theologie in Bethel, Berlin und Heidelberg und wurde nach dem zweiten Examen wissenschaftlicher Assistent am Institut für Religions- und Missionswissenschaft. In seiner Dissertation setzte er sich mit Fragen zu Kirche und Judentum auseinander.
Es folgte der Beginn des Gemeindepfarrdienstes mit den beiden Stationen Schiltach (1968 bis 1976) und Freiburg, wo er am Ostersonntag vor drei Jahren seinen Ruhestand antrat.
Im Mittelpunkt seiner Predigten, denen er sich mit Hingabe widmete, stand die Verkündigung des Evangeliums von Christus als dem Retter und Erlöser. Seine besondere Liebe zu den biblischen Sprachen hat ihn sein ganzes Leben begleitet. So hat er die sogenannten alphabetischen Psalmen neu übersetzt und ist insbesondere auf ihre metrische und poetische Gestalt eingegangen.
Wie ein roter Faden durchzog seine Gemeindearbeit sein stetiges Bemühen um Mission und Evangelisation. Er organisierte etliche Veranstaltungen von "Pro Christ" im Paulussaal und galt als Kontaktperson der landeskirchlichen Gemeinden zur Evangelischen Allianz in Freiburg. Im Rahmen der Gemeindearbeit in der Freiburger Innenstadt war ihm der Kontakt zu den Hotels- und Gaststätten sehr wichtig und er versuchte, den christlichen Glauben an Touristen aus aller Welt zu vermitteln. Auch der missionarischen Jugendarbeit gab er wesentliche Impulse, hier und in anderen Bereichen arbeitete er eng mit der Evangelischen Stadtmission Freiburg zusammen.
Schließlich setzte er sich für die Verbreitung der Bibel in fernen Ländern ein, so unterstützte er die "Wyclif - Bibelmission", eine Organisation, die sich die Übersetzung der Bibel in die unterschiedlichsten Stammessprachen der Erde zum Ziel gesetzt hat.
Ein besonderes Anliegen war Pfarrer Schweikhart auch der christlich-jüdische Dialog. Seine Liebe zu Israel drückte sich in etlichen Veröffentlichungen aus. In der Freiburger Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit hatte er zeitweise den Vorsitz von evangelischer Seite inne.
Pfarrer Schweikhart durfte nur kurze Zeit seinen wohlverdienten Ruhestand erleben. Er verstarb einen Monat nach seinem 68. Geburtstag nach einer schweren Erkrankung und hinterlässt seine Ehefrau Ingrid Schweikhart und zwei erwachsene Kinder.
Quelle: Archiv Evangelischer Kirchenbezirk; Freiburg, 21. Apr. 2006
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