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►Erklärung der Psalmen und Cantica
in ihrer liturgischen Verwendung
Regensburg und Rom: Druck und Verlag von Friedrich Pustet 1914
Imprimatur: Ratisbonae: 1914
Wortstimme:
Der Gott der Götter, Jehova, redet und ruft die Erde an
vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang.
Aus Zion strahlt her die Schönheit seiner Pracht.
Gott kommt offenkundig. Unser Gott ist's und er schweigt nicht.
Feuer brennt vor ihm her. Mächtiger Sturmwind umgibt ihn.
Die Himmel droben und die Ede drunten ruft er als Zeugen an,
sein Volk zu richten. Versammelt seine Heiligen zu ihm,
die einst seinen Bund auf Opfer gründeten.
Die Himmel sollen seine Gerechtigkeit verkündigen;
denn Gott ist Richter.
Hör's, mein Volk, und ich will reden.
Israel, ich will's dir bezeugen. Gott, dein Gott ja bin ich.
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Psalmus 49 (50)
"Ein Gebet Mosis, des Mannes Gottes.
Herr, unsere Zuflucht bist du geworden von Geschlecht zu Geschlecht.
Denn ehe die Berge wurden, ehe die Erde gebildet ward
und der Erdkreis bist du, o Gott.
Verstoß nicht den Menschen zur Nichtigkeit!
Hast ja gesprochen: Kehret um, ihr Kinder Adams.
Denn tausend Jahre sind vor deinen Augen wie der gestrige Tag,
der vorübergegangen ist, und wie eine Nachtwache."
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Psalmus 89 (90).
Gebenedeit sei der Herr, Israels Gott, weil er sein Volk heimgesucht
und ihm Erlösung gebracht hat! Und uns ein Horn des Heiles aufgerichtet hat
im Hause Davids, seines Knechtes. Wie er uns geredet hat durch den Mund
aller seiner Heiligen, die von Urzeit sind, seiner Propheten:
Heil von unseren Feinden und aus der Hand aller unserer Hasser.
Um Barmherzigkeit zu tun an unseren Vätern. Und zu gedenken seines
heiligen Bundes, des Eidschwures, den er geschworen hat
dem Abraham, unserem Vater, uns zu geben, daß wir ohne Furcht,
von der Hand all unserer Feinde befreit, in Heiligkeit und Gerechtigkeit
vor ihm dienen alle unsere Tage.
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"Benediktus" in Lukas 1
Zum Buch:
Prinz Max Herzog zu Sachen schrieb zu Cöln a. Rh., den 17. April 1914 ein kurzes Vorwort: Seine Psalmenauslegung sollte praktischem Nutzen dienen und ist in Form von Vorlesungen am erzbischöflichen Priesterseminar zu Cöln gehalten.
Der gebundene Oktavband umfaßt 528 Seiten und ist lesefreundlich in Antiqua gedruckt. 40 Seiten verwendet der adelige Priester auf den ersten Artikel »Bedeutung der Heiligen Schrift und des Psalters im Allgemeinen«. Auf die Verwendung in der römisch- katholischen Liturgie geht er im Besonderen ein. Sachsen verweist schließlich auf diverse Werke, die als Erklärung zum Thema besonders taugen: Die dreibändige von Dr. Schegg (1845), das fünfbändige Werk von Maurus Wolter (Psallite sapienter, 1878 ff). Valentin Thalhofers Werk hebt er besonders hervor (1857 ff); weiterhin verweist er auf Adalbert Schultes „Psalmen des Breviers (1907).
Der Psalmleser wird allerdings vor diverse Hindernisse gestellt: Sachsens Text ist durchgängig abgedruckt und man muß zwischen den mannigfaltigen Erläuterungen den Psalmtext mühsam herausschälen, so daß es schwer fällt, herauszufinden, ob überhaupt jeder Psalm vollständig abgedruckt wurde. Wenn man den ausführlichen Bemerkungen zur Übersetzung des Tetragrammes folgt, dann ist davon auszugehen, daß Dr. Prinz Max die Psalmenübersetzung selbst veranstaltet hat; ein kurzer Vergleich ergab auch keine Ähnlichkeit mit den damals gängigen Konkurrenten. Ganz vereinzelt nur haben katholische Übersetzer den Namen »Jehova« gegen »Herr« oder »Jahwe« verteidigt.
Zur Person:
Prinz Max Herzog zu Sachsens Vita ist zu lesen: www.unitas.org/unitas/wir/zeitung/ausgaben/.../050_portraitmvs.pdf
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