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Joseph
Urfassung der alttestamentlichen Erzählung (Genesis 37 - 50)
mit Photocollagen von Jonas Ballena
Tübingen: Klöpfer & Meyer Verlagsges. 1993
Wortstimme:
Zum Buch:
"Schon lange sind Bbelwissenschaftler der Überzeugung, daß der uns vorliegende biblische Text nicht genau der ist, der einem biblischen Autor vor langer Zeit aus der Feder geflossen ist. Statt dessen gab es einmal einen dichterisch hochstehenden Text der Josephsgeschichte. An ihm haben dann weitere Autoen - in der Regel durch Zusätze - herumgebessert. Auf diese Weise wuchs der Umfang der Josephsgeschichte beträchtlich an und - da viele Köche bekanntlich den Brei verderben - die poetische Kraft des Ursprungstextes wurde dabei gebrochen. Diese Entstehungsgeschichte des heute vorliegenden Bibeltextes ist es also, die Leser und Leserinnen in Form von Lesestörungen wahrnehmen." So die Überzeugung unseres Tübinger Professors / Autors, die er in der zehnseitigen Hinführung (im Frühjahr 1993 geschrieben) zum Ausdruck bringt. Die Ergebnisse werden als seine "wissenschaftliche Analysen" bezeichnet.
Somit läßt er den "Text der ursprünglichen Josephsgechichte" in einer sehr wörtlichen Üs folgen: Kap 37: 2b bis 50: 21. Die neue Rekonstruktion nun erfordert eine Kürzung um die Kap. 38, 44, 48 und 49.
Nach dem heftig beschnittenen Bibeltext folgen auf knapp 20 Seiten "Kurzgefaßte Erläuterungen und Interpretationen".
Nicht weniger auffallend als die "Forschungsergebnisse" ist die Aufmachung des Buches: Der gesamte Text ist in Blaudruck mit großer Antiqua gemacht, ebenso blau gehalten sind die Collagen, die Jonas Ballena aus alten ägyptischen Vorlagen meist ganzseitig reproduziert hat.
Die etwa 100 Seiten, die für die Bibeltext - Gestaltung vorgesehen sind, geben dem Genesisgeschehen breiten Raum, das heißt, daß pro Seite nur ca. ein bis vier Verse abgedruckt sind; etwa eine halbe Buchseite ist also leer gelassen.
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