JoomlaWatch Stats 1.2.9 by Matej Koval
 
birnbaum.png
Scholem PDF Drucken
Montag, den 10. August 2009 um 13:53 Uhr
 Scholem, Gershom Gerhard   (*Berlin 5. Dez. 1897 21. Feb. 1982 Jerusalem / Israel) Prof. Dr. phil.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   "Ejcha" = "Wehe"
        Klagelieder
 
Tagebücher
nebst Aufsätzen und Entwürfen bis 1923
1. Halbband 1913 - 1917
unter Mitarbeit von Herbert Kopp- Oberstebrink
herausgegeben von Karlfried Gründer und Friedrich Niewöhner
Frankfurt am Main: Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag 1995. Erste Auflage
 
Darin enthalten:
 
Das Hohe Lied.
Alt - Hebräische Liebeslyrik¹
Übertragen
¹ Berlin: Druck und Verlag Arthur Scholem 1915
 
Wortstimme:
gleich einem Siegel leg' mich auf dein Herz,
Um deinen Arm gleich einem Siegelring,
Denn strak wie der Tod ist die Liebe,
Und hart wie die Hölle die Leidenschaft!
Ihre Gluten sind Feuersgluten,
eine Flamme Gottes!
Es können viele Wasser sie nicht löschen,
Keine Ströme sie ersticken,
Und böt' um Liebe einer
Den ganzen reichtum seines Hauses,
Verlachen, ja verlachen würd' man ihn!
(XIII)
 
 
Ps. 126
(übersetzt am) 6. 10. 1916
 
Wortstimme:
Wenn der Herr die Gefangenschaft Zions zurückführte,
Wären wir wie Träumende.
Dann würde unser Mund des Lachens voll sein
Und unsere Zunge voll Jubel.
Dann würden sie sprechen unter den Völkern:
Großes hat der Ewige getan mit diesen!
Ja, Großes hat Gott mit uns getan,
Wir wären freudig!
Führe doch zurück, Ewiger, unsere Gefangenschaft,
Wie Wasserbäche in dürres Land!
Die mit Tränen säen,
In Jubel werden sie ernten!
Gehen geht er weinend,
Tragend Zug der Saat,
Kommen kommt er jubelnd,
Tragend seine Garben!
 
 
 
 
Tagebücher
nebst Aufsätzen und Entwürfen bis 1923
2. Halbband 1917 - 1923
herausgegeben von Karlfried Gründer , Herbert Kopp- Oberstebrink und Friedrich Niewöhner
unter Mitwirkung von Karl E. Grötzinger
Frankfurt am Main: Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag 2000
 
Darin enthalten:
 
Die Klagelieder
Übersetzungen aus dem Hebräischen / Jeremia. Maimuni: Mischne Thora / Klagelieder
1. Dez. 1917
 
  Wortstimme:
Wehe doch über uns,
Daß wir gesündigt haben.
 Darum wurde siech unser Herz,
Um dieses finster unsere Augen:
Um den Berg Zion,
Der verwüstet ist,
Füchse laufen über ihn hin.
Du, Gott, thronst ewig,
Dein Thron von Geschlecht zu Geschlecht.
Warum willst du auf ewig unser vergessen,
Uns verlassen für die Dauer der Tage.
Führe uns zurück, Gott, zu dir,
Und wir wollen umkehren,
Erneuerer unsere Tage
Wie vormals,
Denn verworfen, verworfen hast du uns,
Gezürnt über uns gar sehr.
V.
 
 
2. Samuelis 1, 17 - 27
übersetzt am 3. XII. 1917
 
  Wortstimme:
Saul und Jonathan / Die sich liebten und hold waren /
In ihrem Leben / Und in ihrem Tode / Sind sie nicht getrennt. /
Vor Adlern waren sie schnell / Vor Löwen stark. /
Töchter Israels / Um Saul weinet / Der euch gekleidet /
In Purpur und Festgewänder / Der auflegte / Schmuck von Gold /
Euern Kleidern. / Wie sind die Helden gefallen / Im Kriege /
Jonathan / Auf deinen Höhen erschlagen / Leid ist mir um dich /
Mein Bruder Jonathan / Du warst mir sehr lieb / Wunderbarer war
mir deine Liebe / Als die Liebe von Frauen. /
Wie sind die Helden gefallen / Und verloren / Die Geräte des Krieges./
2. Samuelis 1
 
 
Hiobs Klage
Das dritte Kapitel von Hiob
undatiert, ca. Ende 1918
 
Ezechiel Kap. 19
Klagelied um den letzten Fürsten Israels
undatiert
 
 
Gerhard Scholem übersetzte weiterhin einen Text aus der jüdischen Überlieferung:
 
 
►Das Buch Bahir
Ein Schriftdenkmal aus der Frühzeit der Kabbala
aufgrund der kritischen Neuausgabe
Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft © 1970. 4. Auflage 1989
 
Reprografischer Nachdruck der 1. Auflage. (= Qabbala)
Leipzig:  Verlag Drugulin 1923
 
Reihe:  Quellen und Forschungen zur Geschichte der jüdischen Mystik. Band I
 

Copyright 2008 © Bibelarchiv-Birnbaum