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►Das ungekürzte Buch Hiob
Deutsch
Wien 8 (Austria): Tah'nach Selbstverlag. Weiser's Tah'nach - Vertrieb 1931
Wortstimmen:
"E i n P s a l m D a w i d s. D e m E w i g e n ist d i e E r d e u n d w a s s i e f ü l l t
untertan; d i e W e l t u n d d i e B e w o h n e r a u f i h r.
Sie ist ihm untertan, w e i l e r d a s F u n d a m e n t für das Leben
m i t d e r Feuchtigkeit der M e e r e gebaut, mit der der F l ü s s e b e g r ü n d e t hat.
W e r vermag a u f d e n gewaltigen Gedanken b e r g der Schöpfung G o t t e s
zu s t e i g e n ? W e l c h e r Geist unter den Menschen ist so groß,
daß er a n d e m O r t e s e i n e r H e i l i g k e i t , auf den Höhen des göttlichen Wirkens,
b e s t e h e n könnte, ohne von dem Feuer des chas- mal (J'cheskel)
in Asche verwandelt zu werden!"
(Der 24. Psalm als Vorrede)
"Du sprichst, als ob du mit deiner Weisheit zur Erkenntnis Gottes Gottes gelangt wärest.
H a s t d u auch nur d i e G r e n z e g e f u n d e n , wo die Erkenntnis G o t t e s beginnt?
Wenn du aber den Anfang nicht kennst, wie willst d u b i s z u m E n d e des Weges
der G o t t e s erkenntnis f i n d e n und seine Ziele ergründen? Ist himmlische Weisheit in dir,
so sag mir, w e l c h e s i s t d e i n W i r k e n , o Weisheit, in den H i m m e l s h ö h e n ?
W a s w e i ß t d u von der T i e f e der Sünde?, die tiefer ist, a l s die G r a b e s t i e f e reicht.
I h r e L ä n g e übertrifft d a s M a ß der E r d e und i h r e B r e i t e die d e s M e e r e s.
Wer kann sagen, ich bin ohne Sünde. W e n n d e r Ewige deshalb aus der Welt
v e r s c h w i n d e n l ä ß t u n d in das Grab e i n s c h l i e ß t
u n d d i e Würmer um ihn v e r s a m m e l t , w e r w i r d i h m
mit Worten der Zurechtweisung e r w i d e r n ?
D e n n e r k e n n t d i e F a l s c h h e i t d e r M e n s c h e n,
und e r s i e h t d i e S ü n d e ; deshalb ü b e r l e g t e r n i c h t lange."
(Kap. 11: 7- 11. Die gesperrt gedruckten Stellen geben die Übersetzung der Urschrift wieder,
alles andere ist Kommentar.)
Zum Buch:
"Hier spricht wieder der uralte, starke Geist Hiobs in einer klaren, von den Kürzungen des Urtextes nicht gehemmten Art. Jetzt ein Buch für jede Seele, die Kraft trinken kann vom alten Starken Geiste Hiobs. Früher bei dem gekürzten Urtext ein unverstandenes Buch."
So die Verheißungen auf den beiden Titelblättern des ersten Heftes. In dem in Oktav hergestellten Buch, in Antiqua gedruckt, sollen die vielversprechenden Zwischentitel wohl das Vorwort ersetzen. Weiser greift tief in die jüdische Schrifttradition, emendiert den heiligen Text mit einer für Juden ebenso heiligen Überlieferung. Für den Leser aus den Nationen, also für die Gojim, besteht keine Möglichkeit, diese Quellentexte, die den nach des Verfassers Überzeugung gekürzten Text nun als ungekürzt gelten lassen, einzusehen oder in ihrer Ausführung gänzlich zu verstehen. Versteht sich Weiser selbst als ein spätes Glied der Weisen Israels, die seit vortalmudischen Zeiten die Schrift immer wieder neu beleben und den Talmidim (Schülern) den klugen aber manchmal ebenso unerforschlichen Schriftsinn nahezubringen versuchen?
►Das ungekürzte Hohelied von der Seele.
Des Königs Salomo schönstes Lied
Neu übersetzt und mit neuen Kommentaren ausgestattet
Wien 8 (Austria): Weiser's Tah'nach= Verlag 1932
Wortstimme:
"M i c h , Gottesglauben, l e g e , Jissrael, w i e e i n S i e g e l a n den Sitz d e i n e s V e r s t a n d e s:
an die Stirn und w i e e i n S i e g e l a n d e i n e n A r m, d e n n s t ä r k e r a l s d e r T o d
soll d i e L i e b e zum Glauben sein, trotzdem d e r Glaubens e i f e r
dem Volke Jissrael eine s c h w e r e r e Bürde auflastete, a l s s i e d a s G r a b ist.
Der Glaubenseifer ist d i e F l a m m e, d i e F e u e r f l a m m e ,
welche d i e vom Geiste G o t t e s kommende G l u t ewig wach erhalten wird (shal'hebeth- Jah).
Z a h l r e i c h e G e w ä s s e r w e r d e n d i e L i e b e zum Gottesglauben
n i c h t z u l ö s c h e n v e r m ö g e n,
u n d S t r ö m e fremder Überzeugungen w e r d e n s i e n i c h t w e g s c h w e m m e n .
Und w ü r d e j e m a n d d a s g a n z e V e r m ö g e n s e i n e s H a u s e s dafür g e b e n,
daß ihm d i e L i e b e des Geistes Gottes werde, ohne daß seine Seele die Bereitschaft für sie erlangt hätte,
s o w ü r d e i h m nur V e r a c h t u n g zuteil w e r d e n ."
(Kap. 8: 6 - 7; Die gesperrt gedruckten Stellen geben die Übersetzung der Urschrift wieder,
alles andere ist Kommentar.)
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