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Das Erstlingswerk von H. Wiesmann war die Herausgabe des nächst genannten Buches:
►Die Psalmen
nach dem Urtext übersetzt von Johannes K. >Zenner S.I.
Ergänzt und herausgegeben von Hermann Wiesmann S.I.
Münster i.W.: Druck und Verlag der Aschendorffschen Buchhandlung 1906
Details zu diesem Werk siehe bei >Zenner.
►Die Klagelieder
übersetzt und erklärt
Frankfurt/ Main Süd 10: Philosophisch- theologische Hochschule Sankt Georgen 1954
(Typoskript: Maschinenschriftliche Vervielfältigung)
Herausgegeben von Wilhelm Koester S.J.
Imprimatur: Köln 1953, Limburg / Lahn 1954
Wortstimme:
19 "[Doch] du, Jahve, solltest ewiglich sitzen
auf deinem Thron von Geschlecht zu Geschlecht.
20 Warum vergissest du uns (denn) auf immer,
verlässest uns auf alle Zeiten?
22 Magst du uns (also) auf Tiefste verabscheut,
uns aufs Höchste gezürnt haben, ²)
21 Nimm uns ( ) zu dir zurück, daß wir heimkehren,
erneure uns die Tage der Vorzeit.
_______________________________________
²) Oder 22: "Wahrlich, wenn du uns gänzlich verwürfest, würdest du uns übermäßig zürnen."
(Kap. 5)
Zum Buch:
Wie im Vorwort des Herausgebers W. Koester, verfaßt in Fankfurt / Main 27. Jan. 1954, zu lesen, war dieser wissenschaftliche Kommentar ursprünglich bestimmt für J. Nikels "Exegetisches Handbuch zum Alten Testament", aber die Ungunst der Zeit machte die Drucklegung unmöglich. Er erschien letztendlich in maschinengeschriebener Form (vervielfältigt), wie sie der Verfasser druckfertig hinterließ.
Das vorliegende Exemplar ist auf DIN_A4 Schreibmaschinen- Seiten vervielfältigt und gebunden und ein wahrhaft wissenschaftlich- theologischer Kommentar. Als solches will er auch verstanden werden. Auf 275 Seiten finden sich eine ausführliche Einleitung, die auf das extensive Literaturverzeichnis folgt. In dieser Bibliographie finden sich neben den herangezogenen Urtextausgaben wie der BHS von Kittel, die Septuagintaeditionen von Tischendorf und Rahlfs eine Vielzahl von Kommentaren und Übersetzungen aus allen konfessionellen Richtungen. (wird fortgesetzt)
Zur Person:
Der 1871 nahe Recklinghausen geborene H. Wiesmann trat Ende September 1890 in die Societas Jesu ein und wurde am 25. Aug 1901 zum Priester geweiht. In Frömmigkeit und Wesen war er ein echter Westfale, aufrecht und kernig, herb und ehrlich. In Beirut, Wien und Berlin, später in Göttingen und Bonn widmete er sich mit eisernem Fleiß und der ganzen Gründlichkeit des Gelehrten den mühevollen Studien der orientalischen Sprachen, besonders dem Arabischen, Ägyptischen und Koptischen, sowie der Bibelwissenschaft.
Seit 1928 war er Professor der alttestamentlichen Exegese an der Philosophisch- theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt a/ M. Die schwierigen koptischen Schriften des Mönchsvaters Schenute übertrug er erstmalig ins Lateinische, erklärte das Buch der Sprüche in der "Bonner Bibel" und untersuchte vor allem die Klagelieder; ein Kommentar dazu ist gedruckt. Er hatte ein feines Sprachempfinden auch für das Deutsche und das Lateinische und nahm bis zuletzt lebendig Anteil an allen Vorgängen in Orden und Wissenschaft.
1937 emeriert betreute er bis zuletzt das Hirnverletztenheim in Frankfurt a. M., später in Salzhausen und Bad Homburg v.d.H. Seine zähe Natur und Willenskraft kämpfte lange gegen ein schweres Leiden. Mitte November 1948 entschlief er sanft im Marienkrankenhaus zu Frankfurt a. M. (Aus einem Nachruf, leicht modifiziert)
Aus dem Gesamtwerk "Die Heilige Schrift des Alten Testamentes - Bonner Altes Testament"
stammt von Hermann Wiesmann S.I. folgendes Buch:
¶ Das Buch der Sprüche
übersetzt und erklärt
Bonn: Verlag P. Hanstein 1923. 1. bis 5. Tsd.
Reihe: HS AT VI. Band 1. Abteilung
Mit Erzbischöflicher Druckerlaubnis
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